Russland

Proteste von Lastwagenfahrern in Spanien gegen hohe Dieselpreise

17. März 2022, 14:35 Uhr
Proteste kleinerer Transportunternehmen in Spanien gegen hohe Dieselpreise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine behindern zunehmend die Versorgung mit frischen Lebensmitteln.
Die Proteste der Transportunternehmen in Spanien gegen die aktuellen Kraftstoffpreise und ihre schlechten Arbeitsbedingungen, wie hier in Sevilla, legen einige Teile der Wirtschaft im Land lahm. Foto: Eduardo Briones/EUROPA PRESS/dpa
© Keystone/EUROPA PRESS/Eduardo Briones

Der Verband der Meiereien Fenil kündigte für Donnerstag die landesweite Einstellung der Produktion an. Es fehle an Vorprodukten und fertige Ware könne nicht ausgeliefert werden. Auch andere Wirtschaftszweige klagten über Behinderungen durch die am Montag begonnenen Proteste.

Aufgerufen zu der Aktion hat eine Plattform der Warentransporteure, die nur einen kleinen Teil des spanischen Transportwesens vertritt. Aber einige der Akteure gehen Medienberichten zufolge recht rabiat vor, blockieren Zugänge zu Betrieben und Grosshandelslagern, zerstechen Reifen und werfen Steine auf Lastwagen, die sich nicht an den Protesten beteiligen.

Die grossen Transportverbände forderten ein härteres Durchgreifen des Staates gegen die Proteste. Verkehrsministerin Raquel Sánchez verurteilte «Gewalt und Nötigung» durch die Blockaden und kündigte an, dagegen werde mit «grösserer Entschiedenheit» vorgegangen. Zugleich will die Regierung durch Steuersenkungen oder Beihilfen den Preisdruck bei Gas, Strom und Treibstoffen ab dem Monatsende lindern.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. März 2022 14:35
aktualisiert: 17. März 2022 14:35
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