Grossbritannien

Putin hält USA und Grossbritannien «Provokation» vor

30. Juni 2021, 17:22 Uhr
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den USA und Grossbritannien eine «Provokation» im Schwarzen Meer vorgeworfen.
Russlands Präsident Wladimir Putin tritt in der im russischen Staatsfernsehen übetragenen Fernsehsendung «Der direkte Draht» auf. Im Rahmen der Sendung hat Putin den USA und Großbritannien eine «Provokation» im Schwarzen Meer vorgeworfen. Foto: Sergei Savostyanov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
© Keystone/Pool Sputnik Kremlin/AP/Sergei Savostyanov

Bei dem Zwischenfall vergangene Woche sei neben einem britischen Kriegsschiff auch ein US-Aufklärungsflugzeug im Einsatz gewesen, sagte Putin am Mittwoch im Staatsfernsehen. Dessen Auftrag habe offenbar gelautet, die russische Reaktion auf die Aktion des Zerstörers «HMS Defender» zu beobachten. Zugleich verteidigte Putin das Vorgehen. «Selbst wenn wir dieses Schiff versenkt hätten, wäre es schwer vorstellbar gewesen, dass die Welt am Rande eines Dritten Weltkriegs gestanden hätte.»

Vor einer Woche hatte die russische Schwarzmeerflotte nach eigenen Angaben ein britisches Kriegsschiff, das in die Nähe der Krim gekommen war, mit Warnschüssen und Bombenabwürfen zum Kurswechsel gezwungen.

Der Vorfall ereignete sich wenige Tage vor Beginn des Seemanövers Sea Breeze (See Brise) mit Beteiligung der Nato und der Ukraine. Russland sieht die zweiwöchige Übung, die seit Montag läuft, ebenfalls als Provokation. Putin kritisierte erneut, dass sich Nato-Staaten Tausende Kilometer von der Heimat entfernt an einer Übung beteiligten. Zudem sollte der Westen die Entscheidung der Menschen auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim von 2014 respektieren. Russland hat die Krim aus Sicht des Westens völkerrechtswidrig einverleibt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 30. Juni 2021 16:55
aktualisiert: 30. Juni 2021 17:22
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