Radarfotos überführen Fahrsünder

Claudia Amann, 14. Januar 2017, 16:28 Uhr
Keystone/Jean-Christophe Bott)
Keystone/Jean-Christophe Bott)
Ab dem heutigen Samstag können in Österreich Gurtenmuffel und Handytelefonierer am Steuer mittels Radarfotos gestraft werden.

In ganz Österreich gilt der Fotobeweis bei Vergehen wie Handynutzung am Steuer, Verletzung der Helm- oder Gurtpflicht, mangelnder Kindersicherung und dem Transport von zu vielen Personen. Neben Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist auch SMSen, E-Mail-Schreiben und Internetsurfen am Steuer verboten.

Anhalteerfordernis fällt weg

Viele Menschen greifen dennoch auch während der Fahrt zu ihrem Handy. Durch den Wegfall des sogenannten Anhalteerfordernisses können die Verfehlungen nun auch geahndet werden, wenn sie auf Radaraufnahmen zu erkennen sind. Gesetzliche Grundlage ist die Kundmachung von Änderungen im Kraftfahrgesetz und der Strassenverkehrsordnung.

Ablenkung ist häufigste Unfallursache

«Die besten Regeln helfen nichts, wenn sie nicht auch kontrolliert werden. Wer mit dem Handy am Ohr in eine Radarfalle tappt, wird ab jetzt zusätzlich bestraft. Damit gehen wir gezielt gegen die häufigste Unfallursache Ablenkung am Steuer vor», sagte der österreichische Verkehrsminister Jörg Leichtfried. Unbeteiligte werden wie bei Radarfotos üblich auf den Fotos unkenntlich gemacht.

Claudia Amann
Quelle: red.
veröffentlicht: 14. Januar 2017 16:23
aktualisiert: 14. Januar 2017 16:28