Polen

Raketenangriff beunruhigt Menschen in polnischer Grenzregion

13. März 2022, 18:36 Uhr
Der russische Raketenangriff nahe der westukrainischen Stadt Lwiw hat am Sonntag die Bevölkerung in der benachbarten polnischen Grenzregion beunruhigt. «So nah ist uns der Krieg noch nie gekommen», sagte eine Einwohnerin von Korczowa am Sonntag im polnischen Fernsehen. «Ich habe die Explosionen gehört.» Eine andere Frau berichtete, ihre Fenster hätten gezittert. «Es war wie ein Erdbeben.» Eine Bewohnerin von Przemysl sprach in einem Interview der Zeitung «Gazeta Wyborcza» von nervöser Stimmung.
Der Grenzübergang Budomierz zwischen der Ukraine und Polen. Er liegt in der Nähe des Ortes Jaworiw, in dem in der Nacht ein Militärstützpunkt mit Raketen beschossen wurde. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
© Keystone/dpa/Sebastian Gollnow
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Der am Sonntagmorgen angegriffene Militärübungsplatz Jaworiw liegt nur etwa 15 Kilometer von der Grenze zum EU- und Nato-Mitglied Polen entfernt. Dabei kamen nach ukrainischen Angaben mindestens 35 Menschen ums Leben. Das russische Verteidigungsministerium teilte der Agentur Tass mit, dass «bis zu 180 ausländische Söldner» getötet und eine grosse Menge aus dem Ausland gelieferter Waffen zerstört worden seien.

Der Grenzübergang von Flüchtlingen aus der Ukraine nach Polen verlief nach Angaben des polnischen Grenzschutzes am Sonntag ungestört. «Es gibt keine Panik, alles läuft normal», hiess es.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. März 2022 18:36
aktualisiert: 13. März 2022 18:36