Massaker in Äthiopien

Rebellengruppen töten über 300 Zivilisten

5. Juli 2022, 18:27 Uhr
Bei einem vermutlich ethnisch motivierten Angriff in Äthiopien sollen mehr als 300 Zivilisten getötet worden sein. Verantwortlich dafür ist vermutlich eine Rebellengruppe. Bereits vorletzte Woche kamen im Gebiet 100 Menschen ums Leben.
Äthiopische Regierungssoldaten fahren auf einem Lastwagen auf einer Straße in der Nähe von Agula in der Region Tigray im Norden Äthiopiens. (Archivbild)
© Keystone/AP/Ben Curtis

Unbekannte griffen am Montag in der Region Oromia in Äthiopien Menschen der Volksgruppe der Amhara an. Dabei töteten sie nach ersten Angaben wohl über 300 Zivilisten.

Die äthiopische Menschenrechtskommission forderte am Dienstag die «dringende Verstärkung» der staatlichen Sicherheitskräfte in der Region, in der sich auch die Hauptstadt Addis Abeba befindet.

Auch die Oppositionspartei «Äthiopische Bürger für Soziale Gerechtigkeit» beklagte, die Regierung gewähre Zivilisten zu wenig Schutz. Premierminister Abiy Ahmed hatte «das Massaker» am Montagabend auf Social Media bestätigt und die Rebellengruppe Oromo-Befreiungsarmee beschuldigt. Vor zwei Wochen war es zu einem ähnlichen Vorfall in derselben Region gekommen; damals starben über 100 Menschen.

(sda/baz)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 5. Juli 2022 18:19
aktualisiert: 5. Juli 2022 18:27
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