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Friedrichshafen

Schwangere stirbt nach schwerem Autounfall – Kaiserschnitt rettet Baby

8. Mai 2021, 16:26 Uhr
Der Unfall forderte zwei Todesopfer. (Symbolbild)
© Keystone
Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmittag in Friedrichshafen. Ein Auto mit drei Insassen prallte mit hoher Geschwindigkeit in der Zufahrt einer Notaufnahme in eine Betonmauer. In der Folge starben zwei der Insassen, unter ihnen eine hochschwangere Frau. Ihr Baby konnte gerettet werden.

Den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge fuhr ein mit drei Personen besetzter VW Golf in die Zufahrt zum Klinikum Friedrichshafen und prallte Zeugenaussagen zufolge mit hoher Geschwindigkeit in der Zufahrt zur Notaufnahme frontal gegen eine Betonmauer, schreibt das Polizeipräsidium Ravensburg.

Unmittelbar zur Unfallstelle geeiltes medizinisches Personal der Klinik und die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen, die mit etwa 20 Einsatzkräften zum Unfallort ausgerückt war, befreiten die drei Insassen aus dem Fahrzeug. Der 39-jährige Fahrer und eine hochschwangere Frau, welche auf der Rückbank sass, zeigten keine Lebenszeichen mehr und mussten unter Reanimation in die Notaufnahme gebracht werden. Die 33-jährige Frau auf dem Beifahrersitz wurde ebenfalls mit schweren Verletzungen im Krankenhaus aufgenommen.

Trotz aller medizinischer Bemühungen gelang es nicht, den Fahrzeuglenker wiederzubeleben, er verstarb kurz nach dem Unfall. Das ungeborene Kind der schwangeren Frau konnte mittels Notkaiserschnitt auf die Welt gebracht werden. Das Neugeborene wurde noch am Freitag zur weiteren intensivmedizinischen Versorgung in eine Spezialklinik verlegt. Die Mutter erlag am Samstagvormittag ihren schweren Verletzungen.

Die Verkehrspolizeiinspektion Ravensburg hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Den Umständen nach erscheint es möglich, dass der 39-jährige Fahrer bereits vor dem Aufprall auf die Mauer ein medizinisches Problem erlitten und dann die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben könnte.

(pd/red,)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Mai 2021 16:22
aktualisiert: 8. Mai 2021 16:26