Scotland Yard warnt vor weiteren möglichen Briefbomben

6. März 2019, 05:56 Uhr
Die Ermittlungen zu den rätselhaften Briefbomben in der Nähe zweier Flughäfen und in einem Bahnhof laufen weiter. Scotland Yard warnt vor weiteren möglichen Briefbomben. (Foto: Andy Rain EPA/Keystone)
Die Ermittlungen zu den rätselhaften Briefbomben in der Nähe zweier Flughäfen und in einem Bahnhof laufen weiter. Scotland Yard warnt vor weiteren möglichen Briefbomben. (Foto: Andy Rain EPA/Keystone)
© KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Die Ermittlungen zu den rätselhaften Briefbombenfunden an verschiedenen Orten in London gehen am Mittwoch weiter. Eine Anti-Terror-Einheit prüft, wer die nicht besonders aufwendig gefertigten Sprengsätze verschickt hat und welches Motiv dahinter steht.

Medienberichten zufolge trugen mindestens zwei der drei am Dienstag entdeckten Umschläge Briefmarken aus Irland. Die irische Polizei bestätigte am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass sie die Ermittlungen unterstützt. Verletzt wurde niemand, auch Festnahmen gab es zunächst nicht.

Die DIN-A4-Umschläge waren in der Nähe des London City Airports, des Flughafens Heathrow und am Bahnhof Waterloo gefunden worden. Darin befanden sich kleine gelbe Plastiktüten, wie Scotland Yard mitteilte.

Demnach waren die Sprengsätze nur dazu geeignet, kleinere Brände auszulösen. Scotland Yard liess Bilder der Sprengsätze an Beschäftigte im Post- und Transportwesen verteilen, damit diese weitere Umschläge gleicher Machart an die Behörden melden.

Die Polizei geht davon aus, dass die Vorfälle miteinander zusammenhängen. Alle drei Umschläge wurden in Verwaltungsgebäuden entdeckt.

Der Flugverkehr war nicht beeinträchtigt, auch am Bahnhof Waterloo gab es keine Ausfälle. Lediglich die Züge zum City Airport fuhren zeitweise nicht.

Einer der Umschläge ging in Flammen auf, als ihn ein Mitarbeiter des Flughafens Heathrow öffnete. Das Gebäude, das sich nicht direkt auf dem Flughafengelände befindet, wurde evakuiert.

Die Umschläge am London City Airport und am Bahnhof Waterloo konnten entschärft werden, ohne dass die Sprengsätze ausgelöst wurden. Auch am City Airport wurde ein Gebäude zeitweise vorsichtshalber evakuiert. An der Waterloo Station wurde ein kleiner Bereich ausserhalb des Bahnhofs abgesperrt.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bedankte sich in einer Mitteilung bei den Sicherheitskräften für ihre schnelle Reaktion. Er rief die Bevölkerung der Hauptstadt und Besucher auf, wachsam zu bleiben und verdächtige Päckchen zu melden.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. März 2019 04:53
aktualisiert: 6. März 2019 05:56