Sechs Mexikaner nach Beschuss in Ägypten noch vermisst

15. September 2015, 02:38 Uhr
Telefonat in Krisenzeiten: Mexikos Präsident Peña Nieto fordert Aufklärung der Todesumstände seiner Landsleute in Ägypten
Telefonat in Krisenzeiten: Mexikos Präsident Peña Nieto fordert Aufklärung der Todesumstände seiner Landsleute in Ägypten
© KEYSTONE/EPA EFE/PRESIDENCY OF MEXICO/PRESIDENCY OF MEXICO/HANDOUT
Nach dem versehentlichen Beschuss einer Touristengruppe durch ägyptische Sicherheitskräfte werden sechs Mexikaner noch vermisst. Der mexikanische Botschafter in Ägypten, Jorge Álvarez Fuentes, sagte am Montag, es werde daran gearbeitet, die sechs Mexikaner zu finden.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hatte zuvor mitgeteilt, dass sich insgesamt 14 Mexikaner in der Touristengruppe befanden, von denen zwei getötet und sechs verletzt worden seien. Das ägyptische Tourismusministerium hatte dagegen angegeben, acht Mexikaner seien bei dem Vorfall getötet worden.

Ägyptische Polizisten und Soldaten hatten bei der Verfolgung von islamistischen Kämpfern im Westen des Landes versehentlich den Konvoi der mexikanischen Touristen beschossen, die in ägyptischer Begleitung waren.

Nach Angaben von Überlebenden erfolgte der Angriff aus der Luft mit einem Flugzeug und Helikopter. Das ägyptische Innenministerium hatte am Sonntag mitgeteilt, dass durch den irrtümlichen Beschuss insgesamt zwölf Menschen getötet und zehn verletzt worden seien. Die Gruppe war mit vier Pick-Ups auf dem Weg zur Baharija-Oase etwa 350 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kairo.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 15. September 2015 02:38
aktualisiert: 15. September 2015 02:38