Politik

Thun soll 2023 ein Jugendparlament erhalten

11. November 2022, 09:59 Uhr
Jugendliche sollen in Thun in Zukunft auch Politik machen können. Ab 2023 will die Stadt ein Jugendparlament einführen. Erstmals tagen soll es voraussichtlich am Tag der Demokratie, am 15. September 2023.
Auch auf Bundesebene können sich Jugendliche einbringen. So etwa im Rahmen der Jugendsessionen im Bundeshaus. Aber auch zahlreiche Gemeinden kennen Jugendräte oder -parlamente. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER
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Die Forderung nach einem Jugendparlament kommt von den Jugendlichen selber. 45 von ihnen reichten im Februar ein Jugendpostulat ein und baten den Gemeinderat zu prüfen, ob und wie in der rund 42'000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Stadt ein Jugendparlament eingesetzt werden könnte.

Stadtregierung und Parlament unterstützten das Anliegen. «Der Gemeinderat begrüsst das Engagement der Jugendlichen und will ihre politische Beteiligung weiter stärken. Wir sind überzeugt, dass wir den jungen Thunerinnen und Thunern mit dem Jugendparlament eine gute Plattform bieten können, um sich Gehör zu verschaffen», so Stadtpräsident Raphael Lanz.

90 Jugendparlamente in der Schweiz und Liechtenstein

Die Stadt Thun hat in den vergangenen Jahren bereits Schritte unternommen, um die politische Partizipation der Jugendlichen zu stärken. So fand etwa 2015 eine Stadtparlamentssitzung im Gymnasium statt unter dem Motto «Politik geht zur Jugend». Weitere Beispiele sind laut Mitteilung der Stadt vom Freitag die Einführung der Abstimmungshilfe Easyvote oder die Einführung des Jugendvorstosses.

Auch andere Gemeinden, wie beispielsweise Bern, haben ein Jugendparlament. In der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gibt es nach Angaben des Dachverbandes Schweizer Jugendparlamente rund 90 solcher Institutionen.

(sda/lae)

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. November 2022 09:59
aktualisiert: 11. November 2022 09:59