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Tropensturm «Pabuk» erreicht Thailand - Touristen betroffen

4. Januar 2019, 18:00 Uhr
Mit heftigen Regenfällen und starken Böen hat der Tropensturm «Pabuk» den Süden Thailands erreicht. Das Auge des Sturms zog knapp an den beliebten Urlauberinseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao.

Der Sturm traf gegen Freitagmittag (Ortszeit) in der Provinz Nakhon Si Thammarat auf Land, wie die Meteorologiebehörde am Freitag mitteilte. Am Abend schwächte sich der Sturm ab, die starken Regenfälle und heftigen Winde sollten aber zunächst weiter anhalten.

Die Behörde hatte zunächst mit dem Schlimmsten gerechnet. Sie hatte gewarnt, «Pabuk» könnte ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm «Harriet», der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete.

Bekannt wurde in Thailand bislang der Tod eines Fischers, ein weiterer Mann wurde am Freitag noch vermisst, wie die Tageszeitung «Khao Sod» berichtete. Der Tropensturm hatte das Boot der beiden vor der Küste der Provinz Pattani im Südosten des Landes zum Kentern gebracht.

Auf Bildern aus den betroffenen Regionen waren umgestürzte Strommasten zu sehen. In Küstengegenden bauten Anwohner Schutzwälle aus Sandsäcken. Vielerorts brachten sie Hab und Gut in Sicherheit.

Das Unwetter war am Donnerstag vom Südchinesischen Meer heraufgezogen und hatte die Provinz Nakhon Si Thammarat erreicht, wo der Sturm nun auf Land traf. Am Samstag soll der Sturm auch die beliebten Touristenziele Phuket und Krabi treffen.

Alle Schiffe mussten an Land bleiben, drei Regionalflughäfen - Surat Thani, Nakhon Si Thammarat und Koh Samui - wurden bis Samstag geschlossen. Allein auf der für ihre Vollmondpartys bekannten Urlauberinsel Koh Phangan sassen nach Behördenangaben zehntausend Touristen fest.

Die Strände waren leer, rote Fahnen wiesen auf das Badeverbot hin. Nahe der Inselgruppe Koh Raya südlich von Phuket seien wegen der herannahenden Gefahr bereits mehr als 100 Touristen von einem Boot gerettet worden, berichtete «Khao Sod».

In Phuket habe es noch keinen Regen gegeben. «Es gibt keine Panik bei den Touristen. Aber falls irgendetwas passiert, sind wir gut vorbereitet», sagte der Chef des Katastrophenschutzes in Phuket, Prapan Kanprasang.

«Pabuk» ist der erste Tropensturm seit drei Jahrzehnten, der die Region ausserhalb der Monsunzeit heimsucht. Nach Angaben von Meteorologen erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern, die Wellen waren bis zu fünf Meter hoch.

Seit Silvester waren bereits zehntausende Touristen vor «Pabuk» von den Urlaubsinseln geflohen. Dort herrscht zurzeit Hochsaison. Thailands Wirtschaft hängt stark vom Tourismus ab. In diesem Jahr rechnet das südostasiatische Königreich mit einer Rekordzahl von 40 Millionen Besuchern.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. Januar 2019 05:58
aktualisiert: 4. Januar 2019 18:00