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Überladung führte zu Flugzeugabsturz

Fabienne Engbers, 4. Januar 2019, 17:07 Uhr
Der 54-jährige Pilot aus Jona, der im vergangenen April von Bad Ragaz nach Innsbruck fliegen wollte, stürzte wegen Überladung und Föhn ab. Beide Insassen des Kleinflugzeugs starben.
Das in Innsbruck abgestürzte Kleinflugzeug, in dem zwei Menschen ums Leben kamen, ist aus der Schweiz gekommen. FOTO: APA/ZEITUNGSFOTO.AT7DANIEL LIEBL
© KEYSTONE/APA/APA/ZEITUNGSFOTO.AT7DANIEL LIEBL

Das Flugzeug stürzte am 29.April beim Hubschrauber-Stützpunkt des Innsbrucker Flughafens ab. Der 54-jährige Pilot aus Jona und sein Begleiter kamen beim Aufprall ums Leben. Das Flugzeug startete in Bad Ragaz und legte laut der «Tiroler Tageszeitung» in Innsbruck einen Stopp ein, um zu tanken.

Als die Maschine wieder startete, stürzte sie aus etwa 200 Metern auf eine Wiese. Das Ziel des Kleinflugzeuges war Portoroz an der slowenischen Adria-Küste. Laut der «Tiroler Tageszeitung» startete die Maschine nach der Tankfüllung bei Föhnwetter. Sie gewann rasch an Höhe, bevor sie nach einer Wende abstürzte. Der Pilot war schon öfter in Inssbruck gestartet und gelandet, er kannte den Flughafen gut, schreibt die Zeitung weiter.

Von der Staatsanwaltschaft wurden in der Folge Ermittlungen aufgenommen. Diese wurden nun eingestellt, ein Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden. «Der technische Sachverständige kam zu dem Schluss, dass das Luftfahrzeug aufgrund einer erheblichen Überladung – 640 statt maximal 500 Kilogramm – nicht in eine sichere Steiggeschwindigkeit beschleunigt werden konnte und somit wegen Auftriebsmangels nicht mehr zu steuern war. Das führte in Verbindung mit der Föhnlage zum Unfall», sagt der zuständige Staatsanwalt zur Tiroler Tageszeitung.

Fabienne Engbers
Quelle: red.
veröffentlicht: 4. Januar 2019 17:07
aktualisiert: 4. Januar 2019 17:07