USA steigen aus INF-Vertrag mit Russland aus

1. Februar 2019, 15:33 Uhr
US-Aussenminister Mike Pompeo hat am Freitag eine umstrittene Person als Sondergesandter der USA für Venezuela berufen.
US-Aussenminister Mike Pompeo hat am Freitag eine umstrittene Person als Sondergesandter der USA für Venezuela berufen.
© KEYSTONE/AP/MANUEL BALCE CENETA
Die USA steigen aus dem INF-Vertrag mit Russland zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen aus. Dies gab US-Regierung am Freitag in Washington bekannt.

Aussenminister Mike Pompeo sagte, bereits ab diesem Samstag sähen sich die Vereinigten Staaten nicht mehr an den Vertrag gebunden. Die USA seien aber bereit, weiterhin mit Russland über die Rüstungskontrolle zu verhandeln.

Der Kreml kritisierte den erwarteten Rückzug der USA aus dem Abrüstungsabkommen bereits im Vorfeld als Zeichen schwacher Kommunikation. «Die Amerikaner haben eine grundsätzliche Abneigung, mit uns über substanzielle Dinge zu sprechen und unsere Argumente zu hören», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Tass zufolge.

Deshalb sei anzunehmen, dass die USA ihren Austritt schon vor langer Zeit beschlossen hätten. «Wir bedauern deshalb sehr, dass die USA in den kommenden Tagen beginnen werden, ihre Pläne umzusetzen», sagte Peskow weiter.

Die USA werfen Russland vor, mit neuen Raketen gegen den sogenannten INF-Vertrag von 1987 zu verstossen. Washington hatte Moskau zuletzt ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt, um die Zerstörung der neuen Marschflugkörper zuzusagen. Russland hatte mehrfach die US-Vorwürfe als haltlos bezeichnet.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 1. Februar 2019 14:44
aktualisiert: 1. Februar 2019 15:33