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Krisenkoordination

Verkürzung der Quarantäne-Dauer? Österreich bangt vor Stillstand

6. Januar 2022, 13:31 Uhr
Die österreichische Regierung und die Landeshauptleute beraten am Donnerstag über weitere Corona-Massnahmen. Ziel ist es, die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante in den Griff zu bekommen. Unter anderem wird eine Anpassung der Quarantäneregel gefordert.
Leere Stühle: Österreich will einen erneuten Lockdown verhindern.
© Keystone

Beim Treffen am Donnerstag werden verschiedene Vorschläge präsentiert, wie lebenswichtige Bereiche am Laufen gehalten werden können. Wie «orf.at» schreibt, steht für Regierung eine Verkürzung der Quarantänedauer im Mittelpunkt. Schon länger plädieren die Länder, die Landeärztekammer-Präsidenten, sowie auch die Wirtschaftskammer für eine Lockerung der Quarantäneregel, damit im Falle eines massenhaften Ausfalls an Arbeitskräften nicht das ganze Land stillsteht. Vonseiten der Landesärztekammer hiess zudem, dass die Quarantäne für dreifach Geimpfte ohne Symptome bereits nach fünf Tagen enden soll.

Am Mittwoch meldete Österreich knapp 10'000 neue Coronafälle innert 24 Stunden. Im Vergleich zum Vortag ist das eine Zunahme von 77 Prozent: Am Dienstag, waren es knapp 5500 neue Fälle. Eine Woche zuvor waren es noch unter 4000 Neuinfektionen. Das Covid-Prognosekonsortium in Österreich hatte das Knacken der 10'000-Marke erst nächste Woche erwartet.

Zu viele Menschen gleichzeitig in Quarantäne = weiterer Lockdown

Eine Lockerung der Quarantäneregel berge zwar gewisse Risiken, aber sei die einzige realistische Route, heisst es von Seiten der Ärztevertreter. «Sonst stehen wir bald vor einem weiteren Lockdown – diesmal aber nicht, weil er medizinisch und epidemiologisch alternativlos ist, sondern weil zu viele Menschen gleichzeitig in Quarantäne bleiben müssen und damit das öffentliche Leben zusammenbricht.»

Maske auch im Freien

Weiter solle sich die Österreichische Bevölkerung an die bestehenden Corona-Regeln wie Abstand halten, Händehygiene und das Tragen von FFP2-Masken halten. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein rät ausserden, auch im Freien eine Maske zu tragen. Sofern der 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. Mückstein äussert sich auf Twitter zusätzlich zur Impfung und schreibt: «Schützen Sie sich mit der Impfung: Die 2. Dosis senkt das Risiko für einen schweren Verlauf, die 3. Dosis reduziert dieses Risiko noch einmal deutlicher und effektiver.»

Gegen 14 Uhr am Donnerstagnachmittag soll in einer Pressekonferenz über die neuen Corona-Massnahmen in Österreich informiert werden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. Januar 2022 11:52
aktualisiert: 6. Januar 2022 13:31