Verschwundene Schafherde wieder aufgetaucht

Leila Akbarzada, 22. Juni 2018, 13:36 Uhr
In Feldkirch ist vor zwei Wochen eine Schafherde verschwunden. Nun ist sie wieder aufgetaucht. Wo sich die Herde in den zwölf Tagen befand, bleibt ein Rätsel. Die Besitzerin jedoch hegt einen Verdacht.
Claudia Natter

Es ist eine bizarre Geschichte. Die 32-jährige Claudia Natter liess ihre Schafherde auf dem Grundstück einer Freundin in Feldkirch weiden. Plötzlich waren ihre fünf Walliser Schwarznasenschafe und ihr Bergschaf über Nacht verschwunden. «Am Freitagvormittag um 9:30 Uhr wollte ich meine Schafe auf eine andere Wiese bringen und da waren sie weg», sagt Claudia Natter.

Die beiden Frauen machten sich gleich auf die Suche nach den vermissten Tieren. Drei Tage lang suchten sie mit bis zu sechs Personen nach den Schafen ohne jeglichen Erfolg. Darauf gingen sie an die Öffentlichkeit und hängten Vermisstenmeldungen auf, wie «vol.at» berichtet.

Viele Reaktionen folgten, doch kein brauchbarer Hinweis. Zwölf Tage nach dem Verschwinden der Herde erhielt Claudia Natter einen Anruf der Polizei. «Der Polizist teilte mir mit, dass sechs Schafe vor einer Hauseinfahrt an der Berggasse - das ist ganz nahe von hier - stehen», sagt sie. «Der Hausbesitzer ist eine Viertelstunde vor dem Auftauchen der Schafe nach Hause gekommen, da war noch weit und breit keine Spur von den Tieren»  Sein Sohn kam dann 15 Minuten später heim und erzählte von seinem Fund.

Mittlerweile sind alle vermissten Schafe wieder wohlbehalten bei Claudia Natter. (Bild: Claudia Natter)

Schafe entführt?

Die Schafe sind nun wieder auf ihrer gewohnten Weide. Sie sind in gesundem Zustand. «Sie waren nicht ausgehungert oder sonst was. Nein, sie mussten versorgt worden sein», ist die Schafbesitzerin überzeugt. Gemäss Claudia Natter sind die Schafe sehr zahm und könnten deshalb sehr schlecht alleine in der wilden Natur überleben. Das Gelände um Claudias Wohngegend ist teilweise sehr steil und der Wald besteht mehrheitlich aus Dickicht.

«Zumindest ein wenig Schafswolle hätten wir finden müssen. Ausserdem ist das Gebiet nicht sehr gross und wir haben alle Wiesenflächen abgesucht», sagt sie. Claudia Natter verteilt nun Flyer in der Umgebung, in der Hoffnung, dass jemand einen Hinweis bezüglich des Verschwindens der Tiere hat. Vielleicht kommt sie so auf die Spur des Rätsels.

(red.)

 

Leila Akbarzada
veröffentlicht: 22. Juni 2018 08:12
aktualisiert: 22. Juni 2018 13:36
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