Vom Vatikan nach Castel Gandolfo - ab Samstag mit dem Zug

11. September 2015, 15:35 Uhr
Bereits am Freitag verkehrte ein historischer Zug mit einer Dampflokomotive auf der Bahnlinie, die den Vatikan mit der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo verbindet
Bereits am Freitag verkehrte ein historischer Zug mit einer Dampflokomotive auf der Bahnlinie, die den Vatikan mit der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo verbindet
© /EPA/ANGELO CARCONI
Ab diesem Samstag können Touristen wöchentlich im Bahnhof des Vatikan in den Zug einsteigen, der sie zur päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo führt. Diese liegt 30 Kilometer südlich von Rom.

Besucher der Vatikanischen Museen können zudem ein spezielles Ticket erwerben, das neben dem Museum samt der Sixtinischen Kapelle im Vatikan auch den Eintritt in die Papstvilla in Castel Gandolfo einschliesst. "Die neue Bahnlinie ermöglicht Touristen, den apostolischen Palast zu besuchen, der bisher nur dem Papst und seinen engsten Mitarbeitern zugänglich war", teilte der Vatikan mit.

Die Einrichtung der Bahnverbindung, eine Initiative der Vatikanischen Museen und der italienischen Staatsbahnen (FS), erfolgt im Hinblick auf das am 8. Dezember beginnende "Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit" und wurde am Freitag eingeweiht. Auf der Bahnlinie verkehrte ein historischer Sonderzug mit einer Dampflokomotive. Der Zug startet jeden Samstag um 11.00 Uhr.

"Papst Franziskus hat auf seine Sommerresidenz verzichtet, um sie Besuchern zu öffnen. Das ist ein grossartiges Geschenk von ihm", sagte der Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci, bei der Einweihung der Bahnlinie.

Teile des museal aufbereiteten Papst-Palastes in Castel Gandolfo können jetzt besichtigt werden - nicht jedoch die Privaträume des Papstes, in denen sich jüngst noch Benedikt XVI. aufgehalten hatte. Ausgestellt werden in den Räumlichkeiten etwa 50 Bilder von Päpsten aus den vergangenen 500 Jahren. Ausserdem sind liturgische Geräte und Textilien zu sehen, die von Päpsten benutzt wurden.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 11. September 2015 15:35
aktualisiert: 11. September 2015 15:35