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Bayern

Winterdienst braucht Gurkenwasser gegen Glatteis

11. Januar 2020, 20:17 Uhr
Ganz ohne Salz geht es auch in Bayern nicht. Doch mit einem Pilotprojekt setzt der Winterdienst auf die Zusammenarbeit mit einem der grössten Saure Gurken-Produzenten in der Region. Damit soll der Winterdienst nachhaltiger werden und weniger Salz in die Umwelt gelangen.
Der bayrische Strassendienst ist diesen Winter mit Gurkenwasser unterwegs. (Symbolbild)
© Keystone

Eine klassische Win-Win-Situation: Die Firma Develey Senf & Feinkost GmbH in Niederbayern verarbeitet jährlich 17'000 Tonnen Gurken zu Gewürzgurken. Dabei entsteht eine salzhaltige Lösung, die die Firma jeweils in die Kläranlage schüttet. Nun kann die Firma die Salzlösung dem bayrischen Strassendienst abgeben, wie Geo Natur schreibt.

Der Saure Gurken-Produzent hat bis anhin das Gurkenwasser in die Kläranlage geschüttet.

© iStock

Der Strassendienst setzt das Gurkenwasser diesen Winter gegen das Glatteis auf den Strassen ein. Damit wird die Gesamtmenge Salz, die in die Umwelt gelangt, um rund 700 Tonnen reduziert, gleichzeitig können dabei auch 4,9 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Gemäss Schätzungen des Winterdienstes dürfte die zur Verfügung gestellte Menge für rund 1500 Kilometer Strasse reichen.

Der bayrische Winterdienst muss nun seine Salzlösung nicht mehr in aufwendigem Verfahren selbst herstellen und der Gurkenproduzent hat eine einfache Variante gefunden, diese zu recyclen. Wie weit dieses Projekt für alle Beteiligten finanziell aufgeht, wird sich zeigen.

(red.)

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Januar 2020 16:25
aktualisiert: 11. Januar 2020 20:17