Lawinenstufe 5 auch für Bündner Alpen

Von Fabienne Engbers
Schneefall und Sturm haben die Lawinengefahr stark erhöht.
Schneefall und Sturm haben die Lawinengefahr stark erhöht. © KEYSTONE/Peter Klaunzer
In den vergangenen 48 Stunden hat es im Flachland geregnet, in den Bergen gab es jedoch nochmals viel Schnee. In grossen Teilen der Alpen herrscht die höchste Lawinengefahren-Stufe.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF hat ausserdem in grossen Teilen der Alpen die höchste Stufe der Lawinengefahr ausgerufen, das Gebiet, in dem Stufe 5, also grosse Lawinengefahr, herrscht, wurde vom SLF am Montagmorgen nochmals vergrössert.

Lawinenstufe 5 für weite Teile der Alpen

Die Schneehöhen seien für diese Jahreszeit überdurchschnittlich, es liegt verbreitet das Doppelte der üblichen Schneemenge, schreibt das SLF. Unter anderem für diverse Skigebiete in den Bündner Bergen wie Laax, Lenzerheide und Davos, als auch für die Flumserberge gilt Lawinengefahrenstufe 5.

«Diese Gefahrenstufe herrscht nur sehr selten», schreibt das SLF. Bereits im Januar 2018 wurde sie ausgerufen, davor herrschte im Jahr 1999 zum letzten Mal die grösste Gefahrenstufe. «Es werden viele, zum Teil auch extrem grosse Lawinen erwartet. Diese können bis weit in die Täler vorstossen», schreibt das SLF und ruft dazu auf, die Weisungen von Behörden dringend zu beachten.

Die höchste Lawinengefahr gilt überall dort, wo das Gebiet rot-schwarz meliert ist. (Bild: slf.ch)

Sturm und Neuschnee auf dem Säntis

Auf dem Säntis gab es gemäss SRF Meteo 162 Millimeter Niederschlag. Die Schneefallgrenze lag auf rund 1000 Metern, entsprechend fiel der Niederschlag in Form von Schnee. Gleichzeitig fegten Böen mit bis zu 138 Kilometern pro Stunde über den Berg hinweg.

Ebenfalls viel Niederschlag gab es im FM1-Land in Schwanden im Glarus, in Ebnat-Kappel und in Schiers.

Schulfrei wegen Lawinengefahr

Die Kinder in Alt St.Johann haben wegen der grossen Lawinengefahr bis am Dienstag schulfrei. «Wir haben die Wettersituation beobachtet und im Hinblick auf die Prognose festgestellt, dass diese zu heiklen Szenarien führen könnte», sagte Stefan Gubler, Gesamtleitung Schule Wildhaus – Alt St.Johann am Freitag gegenüber FM1Today.

Vor allem im Schulkreis Alt St.Johann/Unterwasser sind zahlreiche Schulwege betroffen: «Viele Schulkinder wohnen weit entfernt und haben steile Schulwege, die zum Teil auch gesperrt werden. Deshalb haben wir in Rücksprache mit dem Lawinenspezialisten Peter Diener entschieden, dass wir den Schulbetrieb am Montag und Dienstag einstellen», sagte Stefan Gubler.

Weitere Niederschläge erwartet

Auch am Montag entspannt sich die Situation kaum. Laut Meteonews sinkt die Schneefallgrenze im Verlaufe des Tages auf 500 Meter, es soll immer wieder regnen oder schneien. Auf dem Säntis wird es rund Minus zehn Grad kalt.

(enf)


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