«Wir haben mutige Aktionen gezeigt»

Cedric Itten (Mitte) gleicht für den FC St.Gallen zum 2:2 aus – Boris Babic (links) freut sich.
Cedric Itten (Mitte) gleicht für den FC St.Gallen zum 2:2 aus – Boris Babic (links) freut sich. © Keystone/Gian Ehrenzeller
St.Gallens Kampfgeist wird nicht belohnt: Die Espen verlieren 2:3 gegen Meister YB. FCSG-Captain Silvan Hefti ist enttäuscht, findet aber, sein Team sei auf einem guten Weg.

Meister YB bleibt auf dem Thron der Super League. Die Berner gewinnen ein begeisterndes Spiel in St.Gallen 3:2. Doppeltorschütze Jean-Pierre Nsame entscheidet die Partie in der 81. Minute (hier gibt’s den Liveticker zum Nachlesen).

Der im Abschluss effizientere Meister lenkt die animierte Partie frühzeitig in die eigene Bahn, muss aber heftig kämpfen, um die aufsässigen und erstaunlich spielstarken St.Galler in die Knie zu zwingen. Die Einheimischen, ohne den angeschlagenen und abwanderungswilligen Dereck Kutesa angetreten, glichen einen 0:2-Rückstand nach 31 Minuten durch Jordi Quintillà und Cedric Itten aus und setzten den Bernern heftig zu.

Die Tore von Quintillà (45. Minute) und Itten (Penalty in der 51. Minute) im Video:

45’ Tor Jordi Quintillà

Tooooooooor! Wow, was für ein Ding! Quintillà zirkelt den Ball aus 20 Metern via Lattenunterkante in den Winkel. Keine Chance für von Ballmoos!

Gepostet von FC St.Gallen 1879 am Samstag, 10. August 2019

51' Tor Cedric Itten

Cedric Itten triff vom Elfmeterpunkt! Ausgleich!

Gepostet von FC St.Gallen 1879 am Samstag, 10. August 2019

Nach einem Tempovorstoss über die rechte Flanke und einer meisterhaften Kombination über Saidy Janko und Nicolas Moumi Ngamaleu brauchte Nsame in der 12. Minute nur noch einzuschieben. St.Gallen, einsatzvoll und unerschrocken, reagierte mit einer herrlichen Direktabnahme von Cedric Itten nach einer getimten Hefti-Flanke. Doch die nächste Nachlässigkeit der jungen St.Galler Abwehr bestrafte YB postwendend. Ein Zuspiel des 17-jährigen Leonidas Stergiou, der sonst abgeklärt wirkt, fand den Adressaten nicht. Jetzt ging es schnell. Nsame, Aebischer – und der aufgerückte Ulisses Garcia baute auf 2:0 aus. Eine bittere Pille für die gefällig kombinierenden St.Galler, denen nur die letzte Entschlossenheit und der genaue letzte Pass zu Erfolgen fehlten. Sie wurden allerdings vor der Pause belohnt. Regisseur Jordi Quintillà schoss einen 22-Meter-Freistoss herrlich ins Lattenkreuz. Kurz nach der Pause glich Cedric Itten mittels Foulpenalty zum 2:2 aus. Jetzt wogte der Kampf hin und her – mit Torszenen auf beiden Seiten. YB setzte nochmals zu, und Nsame entschied nach einem weiteren «Bock» von Stergiou das Spiel zu Gunsten der reiferen Berner.

Hefti: «Resultatmässig einen drauflegen»

«Klar tut es weh, gegen YB keinen Punkt geholt zu haben», sagt der 21-jährige Silvan Hefti gegenüber FM1-Sportkommentator Marc Baumeler. «Nach dem 0:2-Rückstand sind wir gut zurückgekommen, haben einen super Freistoss gezeigt und schnell das 2:2 erzielt», fasst der St.Galler zusammen.

Der 25-jährige Torschütze Jordi Quintillà (1:2) betont gegenüber «Teleclub» mehrmals, «sehr traurig» zu sein. «Wir werden das Spiel nüchtern analysieren. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, denn wir haben ein paar mutige Aktionen gezeigt. Auf denen können wir aufbauen. Wir müssen nur noch resultatmässig einen drauflegen», meint Kollege Hefti.

Zeidler: «Punkte wären möglich gewesen»

St.Gallens Cheftrainer Peter Zeidler hat seine Jungs als «aggressiv und frisch» wahrgenommen – auch wenn die ersten 20 Minuten so gewesen seien, «wie wir eigentlich nicht spielen wollen». «Wir spielen für Punkte, und die wären gegen die Champions-League-Mannschaft YB möglich gewesen», sagt der 57-jährige Deutsche gegenüber FM1.

Bereits am Mittwoch (ab 19 Uhr im Liveticker auf FM1Today) steht das nächste Spiel der Espen gegen den FC Zürich im Zürcher Letzigrund an. Nun gelte es, sich darauf vorzubereiten, sagt Zeidler. «Die Jungs haben Leonidas Stergiou schon wieder aufgebaut.»

(SDA/red.)


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