«Wir sind Menschen mit einem Gesicht»

Die Kesb hat am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen.
Die Kesb hat am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen. © TVO
Die Kinder-und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) hat in den letzten Jahren für viele negative Schlagzeilen gesorgt. Deshalb starten sie eine Charme-Offensive – sie haben die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Nachdem es die Kesb nun schon fünf Jahre gibt, will sie ihren schlechten Ruf korrigieren und hat deshalb am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen.

«Ich möchte aufzeigen was Kesb ist»

«Ich bin sehr erfreut, dass so viele Leute hier sind und sich für uns interessieren», sagt Andreas Hildebrand, Präsident Kesb Gossau, gegenüber TVO. «Ich möchte aufzeigen, was Kesb ist, warum es uns gibt und wieso es uns braucht. Vor allem möchte ich aufzeigen, dass wir Menschen mit einem Gesicht sind und mit denen man reden kann.»

Schwieriger Anfang

Die Kesb hat keine einfache Pflicht: Sie kommt dann zum Einsatz, wenn sich Menschen nicht mehr um sich selber oder ihr eigenes Kind kümmern können. Für Behörden und Betroffene sind das häufige schwierige Entscheide die gefällt werden müssen. Vor fünf Jahren hat die Kesb die Vormundschaftsbehörde abgelöst und stand vor allem am Anfang in der Kritik.

«Die Erwartungen waren sehr hoch. Man hat zu wenig berücksichtigt, dass das neue Behörden sind, die sich zuerst aufbauen mussten», sagt Elisabeth Fröhlich Edelmann von der Aufsichtsbehörde der Kesb.

Wieder auf Kurs

Mittlerweile ist die Kesb wieder auf Kurs – alleine letztes Jahr hat die Behörde für fast 8000 Erwachsene und Kinder eine Schutzmassnahme angeordnet. Nach fünf schwierigen Anfangsjahren scheint bei der Behörde langsam Ruhe einzukehren.

(red./TVO)


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