«Wir vermissen dich…»

Daniel Küblböcks Familie meldet sich auf seiner Webseite zu Wort.
Daniel Küblböcks Familie meldet sich auf seiner Webseite zu Wort. © Keystone/DPA/Rolf Vennenbernd
In den letzten Tagen brodelte die Gerüchteküche zum Fall Daniel Küblböck. Jetzt meldet sich sein Vater Günter Küblböck zu Wort und klärt einige Spekulationen auf.

«Wir hoffen mit diesen Zeilen einige Spekulationen zu beenden…» Für die Familie von Daniel Küblböck (33) waren die letzten Tage purer Horror. Küblböck ging bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York über Bord. Der Fall erregte auf Social Media grosses Aufsehen, es wurde spekuliert und aufgebauscht. Jetzt hat Familie Küblböck genug.

«Die Tragödie macht uns unendlich traurig»

Über Daniel Küblböcks Webseite meldet sich sein Vater Günter zu Wort. «Die Tragödie und alles, was in den letzten Wochen geschehen ist, beschäftigt die ganze Familie und enge Freunde sehr und macht unendlich traurig», schreibt er. «Zum Schutz von Daniels Privatsphäre haben wir geschwiegen. Doch die Spekulationen nehmen überhand, so dass wir uns mit ein paar Details nun zu Wort melden.»

Vater wollte Daniel nicht gehen lassen

«Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme. Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschliessen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte, sein Leben zu beenden», schreibt Günter Küblböck weiter. Der Vater wollte Daniel von der Reise abhalten, doch es war ihm nicht möglich, ihm diese zu verwehren. «Ich hatte schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein Auge auf Daniel zu haben.»

Daniel wollte besonders männlich wirken

Auch zu den Spekulationen, dass der Ex-DSDS-Kandidat eine Frau sein wollte, schreibt Günter Küblböck eine Erklärung: «Ich kann ganz klar sagen, dass Daniel seit seiner Jugend niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen, eine Frau zu sein.» Er habe sich sogar sehr bemüht, besonders männlich aufzutreten.

«Wir bitten die Medien um Verständnis»

Die Familie hofft, mit ihrem Post die Spekulationen zu beenden und von weiteren Gerüchten Abstand zu nehmen. «Daniel war ein liebenswerter und vielschichtiger Mensch. Wir bitten die Medien, dies zu respektieren und seinen Nachruf entsprechend zu wahren. Danke.» Mit den Worten «Wir vermissen dich…» ist das der vorläufig letzte Post der Familie an die Fangemeinde von Daniel Küblböck.

Suizidgedanken? Hier findest du Hilfe: Die Dargebotene Hand, Telefon 143, Pro-Juventute-Sorgentelefon 147

(sk)


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