Angebotsmieten sinken im Februar

4. März 2019, 10:17 Uhr
Wohnungssuchende dürften trotz allgemein entspannterer Lage am Wohnungsmarkt bisweilen noch Schlange stehen müssen, bis sie ein Mietobjekt überhaupt erst besichtigen können. Denn in den Städten bleiben Mietwohnungen weiterhin Mangelware. (Archivbild)
Wohnungssuchende dürften trotz allgemein entspannterer Lage am Wohnungsmarkt bisweilen noch Schlange stehen müssen, bis sie ein Mietobjekt überhaupt erst besichtigen können. Denn in den Städten bleiben Mietwohnungen weiterhin Mangelware. (Archivbild)
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Die Angebotsmieten für Wohnungen sind im Februar 2018 gefallen. Regional zeigen sich allerdings unterschiedliche Entwicklungen. Mit Blick auf die kommenden Monate sind keine Mietsteigerungen am Horizont.

Die Angebotsmieten sanken im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent, nachdem sie im Januar stabil gewesen waren. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Abschlag 1,7 Prozent, wie der am Montag veröffentlichte Swiss Real Estate Offer Index zeigt. Der Index wird monatlich von ImmoScout 24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen IAZI erhoben.

Die Entwicklung zeigt im Monatsvergleich aber klare regionale Unterschiede. So sanken die Angebotsmieten in der Zentralschweiz im Februar um 1,0 Prozent. Auch die Genferseeregion, die generell ein hochpreisiges Pflaster für Wohnungssuchende ist, zeigte eine überdurchschnittliche Abnahme von 0,8 Prozent.

Eine leichte Zunahme der Mietpreise verzeichnete dagegen das Tessin mit 0,3 Prozent. Kaum eine Veränderung wiesen die Regionen Zürich, Nordwestschweiz und Espace-Mittelland auf (+0,1 Prozent).

Für alle, die auf der Suche nach einer Mietwohnung sind, sehen die Perspektiven gut aus. Aufgrund des grossen Angebots an Wohnungen seien spürbare Steigerungen der Mietpreise in weiten Teilen der Schweiz derzeit kaum ein Thema, heisst es bei ImmoScout24.

In den grossen Städten sehen die Aussichten allerdings weniger gut aus. Dort bleibe es weiter schwierig, eine geeignete und vor allem budgetkonforme Wohnung zu finden. Denn in Grosszentren wie Zürich, Genf, Lausanne, Bern und Basel wächst die Bevölkerung weit schneller als der Wohnungsbestand. Solange diese Tendenz anhalte, gehörten in den grossen Städten steigende Mieten und Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen zum Stadtbild gehören, so ImmoScout 24 weiter.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. März 2019 10:07
aktualisiert: 4. März 2019 10:17