Bei Bühler muss weiterhin mehr gearbeitet werden

René Rödiger, 4. September 2015, 16:11 Uhr
Der Hauptsitz von Bühler in Uzwil.
Der Hauptsitz von Bühler in Uzwil.
© Keystone/Ennio Leanza
Das St. Galler Technologieunternehmen Bühler verlängert die Massnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Das Unternehmen habe sich nach intensiven Verhandlungen mit seiner Mitarbeiterkommission darauf verständigt, die Mehrarbeit als Gegenmassnahme zum starken Schweizer Franken fortzuführen.

Die wöchentliche Arbeitszeit werde auf 42,5 Stunden von zuvor 45 Stunden gesenkt, heisst es in einer Mitteilung des Anlagenbauers vom Mittwoch. Die Vereinbarung habe eine Laufzeit bis Ende März 2016. Einstellungen werden in dieser Zeit grundsätzlich ausgesetzt. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, in der Schweiz für die Laufzeit keine Kündigungen und Lohnreduktionen aus wirtschaftlichen Gründen auszusprechen.

Auch bleibt die Chance auf eine Erfolgsbeteiligung erhalten. "Wir danken unseren Mitarbeitenden für ihren Einsatz, ihre Flexibilität und ihren Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Standortes", wird Bühler-CEO Calvin Grieder in der Mitteilung zitiert.

In Reaktion auf die Franken-Aufwertung in Folge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses hatte Bühler Mitte Februar die Wochenarbeitszeit für die gesamte Schweizer Belegschaft auf 45 Stunden von 40 Stunden erhöht. Bühler ist in 140 Ländern tätig und beschäftigt weltweit über 10'000 Mitarbeitende.

René Rödiger
Quelle: sda
veröffentlicht: 4. September 2015 14:36
aktualisiert: 4. September 2015 16:11