Boeing-Gewinn bricht ein

24. April 2019, 15:58 Uhr
Der Flugzeughersteller Boeing hat im ersten Quartal klar weniger verdient. Belastet haben die Flugverbote für 737-Max-Maschinen, nachdem es zu Abstürzen gekommen war.(Archivbild)
Der Flugzeughersteller Boeing hat im ersten Quartal klar weniger verdient. Belastet haben die Flugverbote für 737-Max-Maschinen, nachdem es zu Abstürzen gekommen war.(Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Der US-Luftfahrtriese Boeing hat zu Jahresbeginn klar weniger verdient und nach den Abstürzen zweier 737-Max-Maschinen seine Ziele für 2019 gestrichen. Solange nicht klar ist, wann und zu welchen Bedingungen der Flugzeugtyp wieder abheben darf, gibt es keine Prognose.

Im ersten Quartal brach Boeings Gewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar ein, wie der Airbus-Rivale am Mittwoch bekanntgab. Weil der Hersteller infolge des zweiten Absturzes einer 737-Max-Maschine im März keine neuen Exemplare des Typs mehr ausliefern darf, fiel der Umsatz um zwei Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar.

Boeing machte vorerst keine Angaben dazu, wie stark die künftigen Geschäfte unter dem Auslieferungsstopp des absatzstärksten Flugzeugtyps leiden dürften. Der bisherige Geschäftsausblick für 2019 habe jedoch keine Gültigkeit mehr und werde aktualisiert, wenn es mehr Klarheit über die Probleme mit der 737-Max-Baureihe gebe, so Boeing.

Der Flugzeugbauer hatte die Produktion der Unglücksflieger bereits stark gedrosselt. Boeing steht nach den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, massiv in der Kritik.

Ein Herstellerfehler bei einer Steuerungssoftware, die eigens für Boeings spritsparende Neuauflage der 737-Reihe entwickelt wurde, gilt laut vorläufigen Ermittlungsberichten als möglicherweise entscheidende Unfallursache.

Boeing arbeitet auf Hochtouren an einem dringend erwarteten Update der Software, um bei den Luftfahrtbehörden eine Wiederzulassung der 737-Max-Unglücksflieger zu erreichen. Doch mit einer raschen Zertifizierung ist derzeit nicht zu rechnen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 24. April 2019 15:46
aktualisiert: 24. April 2019 15:58