Britische Zentralbank erhöht Leitzins

2. November 2017, 13:38 Uhr
Die Bank of England in London erhöht erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen.
Die Bank of England in London erhöht erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen.
© KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Erstmals seit zehn Jahren erhöht die britische Zentralbank den Leitzins. Er steige von 0,25 auf 0,5 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag in London mit.

Sie will damit vor allem die Inflationsrate senken: Die Verbraucherpreise in Grossbritannien steigen seit der Ankündigung des EU-Austritts von Grossbritannien. Im September hatte die Inflationsrate mit 3,0 Prozent ein Fünf-Jahres-Hoch erreicht.

Es ist die erste Zinserhöhung in Grossbritannien seit 2007, bevor die weltweite Finanzkrise begann. Wie andere Zentralbanken auch senkte die Bank of England den Leitzins seitdem auf ein historisches Tief ab - zuletzt im August 2016.

Von den neun Mitgliedern im zuständigen Ausschuss stimmten zwei dafür, den niedrigen Zinssatz von 0,25 Prozent beizubehalten. Ihr 2009 zur Ankurbelung der Konjunktur gestartetes Anleihenkaufprogramm liess die Bank of England am Donnerstag unangetastet.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 2. November 2017 13:28
aktualisiert: 2. November 2017 13:38