Das schreiben die Sonntagszeitungen

24. Februar 2019, 08:26 Uhr
Die ältere Generation gewinnt laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" viel mehr Abstimmungen als die Jungen. (Symbolbild)
Die ältere Generation gewinnt laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" viel mehr Abstimmungen als die Jungen. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF
Ein politischer Altersgraben, der sich immer mehr vergössert, ist Thema in der «NZZ am Sonntag». Dass der Chef der Altkleidersammel-Firma Texaid zwei Villen in Zug gekauft hat, schreibt der «Sonntagsblick». Zur Übersicht.

Wichtige Schlagzeilen der Sonntagspresse in nicht verifizierten Meldungen:

Generationenkonflikt in Abstimmungsbelangen

In der Schweizer Politik vertieft sich laut der «NZZ am Sonntag» der Graben zwischen Jung und Alt. Pensionäre verlören derzeit nämlich kaum eine Abstimmung, während sich die Jungen bei gewissen Fragen nur schwer durchsetzen können. Die Zeitung beruft sich dabei auf die Vox- und Voto-Analysen zu den Urnengängen der jetzigen Legislatur. Demnach hat die Gruppe der über 60-Jährigen nur einmal den Kürzeren beim Nein zur Abschaffung der Heiratsstrafe gezogen. Die Jungen wurden dagegen bei jedem fünften Urnengang in die Minderheit versetzt. Von einem Generationenkonflikt wollten derzeit weder Politologen noch die Jungparteien sprechen. Allerdings werde unter den Jungen der Ruf lauter, ihnen mit einer Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre mehr Durchschlagskraft zu verleihen.

Konkurrenz für Skyguide

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide erhält laut der «SonntagsZeitung» bald Konkurrenz aus dem Ausland. Eine Gesetzesänderung, die seit Anfang Jahr in Kraft sei, erlaube es anderen Anbietern, die An- und Abflüge auf regionalen Flugplätzen zu kontrollieren. Ein Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt sagte der Zeitung, der Bund reagiere mit der Liberalisierung auf die Schwierigkeiten kleinerer Flugplätze, für die Kosten der Flugsicherung aufzukommen. Vier Anbieter aus dem Ausland buhlten um die Aufträge am Schweizer Himmel: Ein privates, schwedisches Unternehmen, sowie die staatlichen Flugsicherungen von Norwegen, Deutschland und von Österreich.

Texaid-Boss kauft Zuger Villen

Das Geschäft mit gespendeten Altkleidern ist laut einer Meldung des «SonntagsBlick» sehr einträglich. So sei der Chef der Firma Texaid ein reicher Mann und beziehe laut Experten ein Jahresgehalt von rund 550'000 Franken. Die Firma Texaid gehöre zur Hälfte einer privaten Investorin aus Deutschland, deren Sohn als Chef der Firma amte. Die Ausschüttungen an diese private Investorin hätten im Jahr 2017 zwischen 78'000 und 780'000 Franken betragen. In den vergangenen fünf Jahren seien es bis zu vier Millionen Franken gewesen. Nun sei ein Streit um ein Bauprojekt entstanden, weil der Sohn der Investorin am Reichenhügel in Baar ZG zwei Villen gekauft habe und für rund zehn Millionen Franken zwei Neubauten errichten wolle. Der «SonntagsBlick» gehe zwar nicht davon aus, dass gegen Gesetze verstossen wurde; die Zeitung störe sich aber an der Kluft zwischen dem humanitären Touch einer Altkleiderspende und den offenbaren ökonomischen Realitäten.

 

SP kreiert Online-Tool zur Unterschriftensammlung

Die Sozialdemokratische Partei SP hat laut der «SonntagsZeitung» ein eigenes Online-Tool für die digitale Unterschriftensammlung zu Referenden und Initiativen konstruiert. Mit dem digitalen Sammeltool wolle die Partei das Monopol des privaten Sammeltools Wecollect brechen. Das Instrument, das die SP mit der Lancierung Ihrer Prämieninitiative kommende Woche in Betrieb nehmen wolle, solle allen interessierten Parteien und Gruppierungen offenstehen. Es nenne sich Democracy Booster. Die Genossen wollen laut der Zeitung damit zudem sicherstellen, dass die Wählerdaten in der Hand der politischen Akteure bleiben und nicht an Private gelangen. Obendrein erhofft sich die SP mit solchen Sammeltools, die eigenen Adressdateien zu verbessern, um gezielter politische Kampagnen fahren zu können.

Champions League der Unis

Die Briten arbeiten laut der «NZZ am Sonntag» an einer Art weltweiter Champions-League der besten Universitäten, die auch Forschungsabkommen mit einzelnen Ländern einschliesse. Hintergrund ist der Brexit, der den britischen Forschungseinrichtungen den Zugang zu begehrten EU-Fördergeldern erschwere. Die Zeitung schreibt unter Berufung auf das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation weiter, dass die Schweiz derzeit genau sondiere, wo die Beziehungen zu Grossbritannien intensiviert werden können. Dies schliesse Kooperationen von Bildungseinrichtungen ein. Die Rede sei von einem bilateralen Abkommen.

 

 

Quelle: SDA
veröffentlicht: 24. Februar 2019 06:09
aktualisiert: 24. Februar 2019 08:26