Das sind die Steuerparadiese im FM1-Land

Fabienne Engbers, 15. Dezember 2016, 14:29 Uhr
Die Steuerfüsse unterscheiden sich auch innerhalb von Kantonen stark. (Symbolbild)
Die Steuerfüsse unterscheiden sich auch innerhalb von Kantonen stark. (Symbolbild)
© (KEYSTONE/Christian Beutler)
Wieder wurde der Lottojackpot nicht geknackt. Am Samstag warten auf den möglichen Gewinner 70 Millionen Franken. Kommt der Gewinner aus dem FM1-Land, würde es sich allenfalls lohnen zu zügeln. Wir fassen zusammen, wo man am wenigsten - und wo am meisten Steuern bezahlen muss.

Die Steuerparadiese sind oftmals kleinere Gemeinden. Die grossen Städte wie Chur, St.Gallen oder Frauenfeld liegen im jeweiligen kantonalen Durchschnitt im Mittelfeld was die Steuern anbelangt. Auch die teuersten Gemeinden der Ostschweiz sind keine namhaften Orte.

Rapperswil-Jona ist die neue Steueroase von St.Gallen

Bis anhin musste man in Mörschwil die wenigsten Steuern im Kanton St.Gallen abdrücken. Nachdem nun aber Rapperswil-Jona seinen Steuerfuss auf 80 Prozent senkt, sollte man als Steuersparer schnell umziehen, um das Jahr 2016 in der steuergünstigsten Gemeinde abzuschliessen. Auch Balgach hat mittlerweile einen tieferen Steuerfuss als Mörschwil. Am teuersten lebt es sich im Kanton St.Gallen in Degersheim und Wartau.

Die Arboner sind arm dran

Schon immer mussten die Arboner am meisten Steuern im Kanton Thurgau bezahlen. Das hat sich auch dieses Jahr und vor allem mit den vielen Bauprojekten nicht geändert. Besser dran sind die Villenbesitzer eine Gemeinde weiter. Den tiefsten Steuerfuss im Thurgau hat nämlich die Nachbargemeinde Horn. Auch Richtung Kreuzlingen sind die Steuerfüsse eher tief, hauptsächlich in Tägerwilen und Bottighofen.

Schlatt-Haslen steuerfreundlichste Innerrhoder Gemeinde

In Appenzell Innerrhoden zahlt man in Schlatt-Haslen die wenigsten Steuern, dicht gefolgt von Appenzell. Das sagt der Online-Vergleich von Comparis. Schaut man bei den Gemeinden separat nach, hat jedoch Appenzell die Nase vorn. Wer in Oberegg wohnt, muss für die Steuerrechnung ein paar Franken mehr locker machen.

In Ausserrhoden entscheidet Konfession mit

In Ausserrhoden dagegen gewinnt Teufen das Rennen um den günstigsten Steuerfuss. Dort kann jedoch ausschlaggebend sein, welcher Religion man angehört, da die kirchlichen Steuersätze stark voneinander abweichen. Auch Wienacht-Tobel schneidet in unserem Steuervergleich gut ab. Hundwil und Waldstatt sind mit deutlich über vier Steuereinheiten die Ausserrhoder Steuerhochburgen.

Rongellen ist das Steuerparadies von Graubünden

Mit Abstand am wenigsten Steuern bezahlt man in der Graubündner Gemeinde Rongellen bei Thusis. Nur zwei Dörfer weiter, in der Gemeinde Urmein, ist der Steuerfuss zwar etwas höher, aber immer noch tiefer als in den meisten anderen Gemeinden. Auch die Laaxer bezahlen im Vergleich wenig Steuern. St.Antönien hat einen über vier Mal höheren Steuerfuss als Rongellen und ist damit steuertechnisch eine der teuersten Graubündner Gemeinden.

Im Kanton Glarus haben die drei Gemeinden Glarus, Glarus Süd und Glarus Nord alle einen etwa gleich hohen Steuerfuss.

Der Steuervergleich von comparis.ch zeigt für jede Schweizer Gemeinde den Steuerbetrag und den Steuervergleich zu anderen Gemeinden im gleichen Kanton an.

Im Vergleich gingen wir jeweils von einer ledigen, römisch-katholischen Person mit einem Jahreseinkommen von 70'000 Franken aus.

Die Steuerparadiese und Steuerhöllen im FM1-Land in einer Karte zusammengefasst


Fabienne Engbers
veröffentlicht: 15. Dezember 2016 09:40
aktualisiert: 15. Dezember 2016 14:29