Entschädigung bei Flügen auch ausserhalb der EU

31. Mai 2018, 10:52 Uhr
Wer von einem EU-Flughafen abfliegt und seinen Anschlussflug in einem Land ausserhalb der EU verpasst, hat das Recht auf eine Entschädigung. Dies aber nur, wenn die beiden Flüge Teil einer einzigen Buchung waren, hat der EU-Gerichtshof in Luxemburg am Donnerstag entschieden.
Wer von einem EU-Flughafen abfliegt und seinen Anschlussflug in einem Land ausserhalb der EU verpasst, hat das Recht auf eine Entschädigung. Dies aber nur, wenn die beiden Flüge Teil einer einzigen Buchung waren, hat der EU-Gerichtshof in Luxemburg am Donnerstag entschieden.
© KEYSTONE/EPA/FELIPE TRUEBA
Fluggäste haben auch bei Verspätungen von Anschlussflügen ausserhalb der EU Anspruch auf Entschädigungen. Dies entschied der EU-Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg.

Zwischenlandungen in Staaten ausserhalb Europas änderten nichts daran, wenn sie Teil einer einzigen Buchung waren und der Abflugort sich innerhalb der EU befand, urteilten die Luxemburger Richter. Flugreisende können damit künftig auf mehr Entschädigungszahlungen hoffen.

Hintergrund des Urteils war ein Fall aus Deutschland. Die Klägerin hatte einen Flug mit einer marokkanischen Airline von Berlin nach Casablanca und von dort weiter nach Agadir gebucht.

In Casablanca durfte sie ihren Anschlussflug aber nicht antreten, weil ihr Platz schon vergeben worden war. Sie erreichte Agadir mit einer Verspätung von vier Stunden. Nach EU-Recht hätte sie daher Anspruch auf Ausgleichszahlungen.

Die marokkanische Airline argumentierte, dass es sich um einen innermarokkanischen Flug handelte und deshalb die Ansprüche nicht gälten.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 31. Mai 2018 10:48
aktualisiert: 31. Mai 2018 10:52