EU- und britischer Status für Nordirland

1. Juni 2018, 05:43 Uhr
Knackpunkt der Brexit-Verhandlungen: Der britische Brexit-Minister David Davis hat offenbar einen Lösungsvorschlag in der Nordirland-Frage. (Archivbild)
Knackpunkt der Brexit-Verhandlungen: Der britische Brexit-Minister David Davis hat offenbar einen Lösungsvorschlag in der Nordirland-Frage. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Grossbritannien strebt einem Zeitungsbericht zufolge für Nordirland nach dem Austritt aus der Europäischen Union einen Doppelstatus an. Mit diesem würde das Land sowohl zum Königreich als auch zur EU gehören.

Ziel sei es, dass Nordirland freien Handel mit beiden Seiten betreiben könne, berichtete «The Sun» am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider. Brexit-Minister David Davis arbeite an einem entsprechenden Plan.

Die Idee sehe ausserdem eine 16 Kilometer breite Pufferzone im Grenzgebiet zwischen Nordirland und dem in der EU verbleibenden Irland vor. In dieser könnten nach dem Brexit lokale Händler agieren, etwa Milchbauern. Die Einrichtung von Grenzkontrollposten solle durch die Pufferzone überflüssig gemacht werden.

Die Frage, wie Störungen im engverwobenen Handel zwischen Nordirland und Irland oder gar ein Wiederaufflammen des jahrzehntelangen Konflikts verhindert werden können, ist einer der zentralen Knackpunkte bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Grossbritannien und der EU.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 1. Juni 2018 03:37
aktualisiert: 1. Juni 2018 05:43