Frankreich zahlt nicht mehr für Homöopathie

10. Juli 2019, 06:44 Uhr
Die alternative Medizin mit den winizigen Globuli ist beliebt und umstritten zugleich. (Symbolbild)
Die alternative Medizin mit den winizigen Globuli ist beliebt und umstritten zugleich. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Homöopathische Mittel werden in Frankreich künftig nicht mehr von der Krankenkasse erstattet. Die derzeitige Erstattung von 30 Prozent der Kosten wird zunächst zum Jahreswechsel auf 15 Prozent abgesenkt, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte.

2021 soll es dann gar keine Kostenübernahme mehr geben. Gesundheitsministerin Agnès Buzyn erklärte, die Übergangsphase solle sowohl den Patienten als auch der Industrie Zeit zur Vorbereitung geben.

Die französische Gesundheitsbehörde HAS war Ende Juni zu dem Schluss gekommen, dass es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit der Homöopathie gebe, um ihre Erstattung durch die öffentliche Krankenkasse zu rechtfertigen.

Die alternative Medizin mit den winzigen Globuli ist so beliebt wie umstritten. Zahlreiche Wissenschaftler sprechen ihr jegliche Wirksamkeit ab. In der Schweiz kommen Krankenkassen in der Grundversicherung seit 2012 für homöopathische Behandlungen auf. Das Volk hat 2009 einen entsprechenden Verfassungsartikel angenommen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 10. Juli 2019 04:47
aktualisiert: 10. Juli 2019 06:44