Grundversorgung trotz US-Sanktionen

26. Juni 2018, 12:32 Uhr
Hassan Ruhani zeigt sich unbeeindruckt von den neuen US-Sanktionen. (Archivbild)
Hassan Ruhani zeigt sich unbeeindruckt von den neuen US-Sanktionen. (Archivbild)
© Keystone/AP/VAHID SALEMI
Der Iran wird sich nach den Worten von Präsident Hassan Ruhani von den neuen US-Sanktionen nicht wirtschaftlich in die Knie zwingen lassen. «Ich verspreche, dass selbst im schlimmsten Fall die Grundversorgung der Iraner sichergestellt sein wird», sagte er.

«Wir haben ausreichend Zucker, Weizen und Öl zum Kochen. Wir haben ausreichend Devisen, die wir in den Markt pumpen können», versicherte Ruhani am Dienstag in einer Rede, die vom staatlichen Fernsehen übertragen wurde.

Die neuen US-Sanktionen dürften die Devisen-Einnahmen des Iran aus seinen Ölexporten schrumpfen lassen. Dies löste zuletzt eine Flucht iranischer Sparer aus dem einheimischen Rial in Dollar-Anlagen und eine deutliche Abwertung der Landeswährung aus. Am Montag protestierten Händler vor dem Parlament aus Wut über den Wertverlust des Rial, der Importe ausländischer Waren teurer macht.

Ruhani sagte, die neuen Strafmassnahmen, die in den kommenden Monaten in Kraft treten sollen, seien Teil eines psychologischen, wirtschaftlichen und politischen Krieges der USA. Die Regierung in Washington werde jedoch einen hohen Preis für ihr Vorgehen zahlen. "Der Rückzug (aus dem Atomabkommen) war die schlechteste Entscheidung, die er (US-Präsident Donald Trump) treffen konnte. Es war empörend. Es hat dem Ruf der USA weltweit geschadet."

Quelle: SDA
veröffentlicht: 26. Juni 2018 12:02
aktualisiert: 26. Juni 2018 12:32