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Haus muss für neuen HSG-Campus weichen

Fabienne Engbers, 28. März 2019, 10:00 Uhr
Der neue Campus der Universität St.Gallen soll bis 2027 bezugsbereit sein. Am Magniberg steht dort, wo bald Hunderte Studierende ein und aus gehen, noch ein sanierungsbedürftiges Haus. Dieses wird nun abgerissen.
Hier am Platztor soll der neue HSG Campus gebaut werden.
© Tagblatt/Hanspeter Schiess

Die Instandsetzung des alten Hauses würde hohe Kosten verursachen, deshalb soll das Haus am Magniberg 3 abgerissen werden. Bereits im letzten August wurde den Mietern im Wohnhaus gekündigt, seitdem steht die Liegenschaft am Platztor leer.

Kosten würden Mieteinnahmen übersteigen

«Im Aussenbereich wie im Inneren zeigen sich heute verschiedene Mängel», schreibt der Kanton St.Gallen in einer Mitteilung. Diese müssten behoben werden, bevor die Wohnungen wieder vermietet werden können. Die Kosten für diese Erneuerungen würden die Mieteinnahmen bis zum geplanten Baubeginn im Jahr 2024 deutlich übersteigen.

Das Leerlassen des verlassenen Gebäudes wiederum erhöht das Risiko für Vandalismus und Unfälle. Aus diesem Grund hat das Baudepartement des Kantons entschieden, das Gebäude vorzeitig abzureissen. Danach soll bis zum Baubeginn des neuen Campus eine Grünfläche entstehen.

Abstimmung über HSG Campus 2019

Allerdings ist der Ausbau der Universität St.Gallen in  der Stadt St.Gallen noch nicht in trockenen Tüchern. Das Stimmvolk entscheidet im Verlaufe dieses Jahres über den neuen Campus der HSG. Die Uni auf dem Rosenberg platz aus allen Nähten, es wurden bereits mehrere Provisorien errichtet, um alle Studierenden aufnehmen zu können. Deshalb soll auf dem Platztor-Areal bis 2027 ein zweiter Campus der HSG entstehen. Dieser soll offen und für alle zugänglich sein, ausserdem soll er mit der Altstadt verbunden sein.

Die Stimmbevölkerung entscheidet am 30. Juni über einen Kredit über 160 Millionen Franken, der den Bau des HSG Campus mitfinanzieren soll. Der jetzige Campus auf dem Rosenberg bietet Platz für rund 5000 Studierende. Der Neubau soll zusätzlichen Platz für 3000 Studierende bringen, momentan studieren 8500 junge Menschen an der Uni St.Gallen – Tendenz stark steigend.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 28. März 2019 10:00
aktualisiert: 28. März 2019 10:00