In Uri und Glarus lebt es sich am günstigsten

13. Dezember 2016, 10:11 Uhr
Der Urner Stier schlägt sie alle: Im Kanton Uri lebt es sich in der Schweiz am günstigsten. (Archivbild)
Der Urner Stier schlägt sie alle: Im Kanton Uri lebt es sich in der Schweiz am günstigsten. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Wer abseits der grossen Zentren lebt, kann über einen grösseren Teil seines Einkommens verfügen. Sein Budget optimieren kann, wer zum Beispiel in die Kantone Uri und Glarus zieht.

Das ist das Ergebnis der seit 2006 dritten Studie zum freien Einkommen der Credit Suisse. Die Grossbank hat für die Studie sämtliche wohnortbezogenen Kosten wie zum Beispiel Steuern, Pendelkosten, Krankenkassenprämien und sonstige standortbezogene Fixkosten berechnet.

Das Resultat ist, dass sich mit einem Umzug teilweise bereits in das nächste Dorf beträchtliche Einsparungen erzielen lassen. Zum Beispiel errechnete die Grossbank für ein gut verdienendes Ehepaar eine Erhöhung des frei verfügbaren Jahreseinkommens von 85'200 Franken auf 89'500 Franken, wenn dieses von Lugano ins nahe gelegen Caslano umziehen würde.

Insgesamt zeigt die Berechnung, dass es sich auf dem Land unter dem Strich deutlich günstiger lebt als in den Städten. Besonders teuer ist es in Zürich, Basel, Genf und einigen touristischen Orten wie St. Moritz, Gstaad oder Zermatt. Demgegenüber haben tiefe Fixkosten im Verhältnis zum Einkommen Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeinden rund um den Gotthard.

Bei den Kantonen erreicht wie in der letzten Berechnung von 2011 der Kanton Uri die höchste finanzielle Wohnattraktivität, gefolgt vom Kanton Glarus. Weit abgeschlagen am Ende der Liste finden sich die Zentrumskantone Genf und Basel-Stadt.

Die finanzielle Wohnattraktivität hängt dabei nicht immer von den gleichen Faktoren ab. So weisen die Kantone Jura und Zug trotz grundlegender Unterschiede eine ähnliche Attraktivität aus. Doch im Kanton Zug verhindern die hohen Wohnkosten eine bessere Positionierung, im Kanton Jura sind es überdurchschnittliche obligatorische Abgaben.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 13. Dezember 2016 10:00
aktualisiert: 13. Dezember 2016 10:11