Kaba macht kräftig Gewinn

René Rödiger, 9. September 2015, 11:44 Uhr
Der Sitz der Kaba bleibt in Rümlang.
Der Sitz der Kaba bleibt in Rümlang.
© Keystone/Gaetan Bally
Der Schliesstechnikkonzern Kaba hat im vergangenen Geschäftsjahr, dem letzten vor dem Zusammenschluss mit der deutschen Dorma, seinen Reingewinn kräftig steigern können. Der Überschuss stieg von 91,3 Millionen Franken im Vorjahr auf 98,9 Millionen Franken zu.

Auch der Nettoumsatz per Ende Juni 2015 legte auf 1,09 Milliarden Franken zu, wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilte. Das entspricht einer Steigerung von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt etwas mehr Umsatz und Gewinn erwartet.

Auf den 1. September ist Kaba im Unternehmen Dorma+Kaba aufgegangen, das aus dem Zusammenschluss der fast gleichen grossen deutschen Dorma und der Zürcher Kaba hervorging. Die beiden Unternehmen hatten ihr Zusammengehen Ende April angekündigt.

Opposition gegen die Fusion gab es nicht. Beide Unternehmen betonten stets die industrielle Logik dieses Schritts. Beide sind in ähnlichen, aber doch sich ergänzenden Geschäftsfeldern tätig. Dorma+Kaba ist nun global das drittgrösste Unternehmen der Branche.

Chef des Unternehmens ist der frühere Kaba-Chef Riet Cadonau. Der Sitz bleibt in Rümlang. Zudem ist Dorma+Kaba an der Schweizer Börse kotiert.

Zum abgeschlossenen Geschäftsjahr schreibt Dorma+Kaba, es sei gelungen, den unerwarteten währungsbedingten Preisdruck in der Schweiz zu kompensieren, der durch die starke Aufwertung des Schweizer Franken in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres ausgelöst wurde. Der Verwaltungsrat von Dorma+Kaba schlägt eine Dividende von 12 CHF je Aktie vor.

Für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 nennt das Management aufgrund der frühen Phase der Zusammenführung der beiden Unternehmen keine Zielsetzungen.

René Rödiger
Quelle: sda
veröffentlicht: 9. September 2015 06:54
aktualisiert: 9. September 2015 11:44