Lastminute.com verdient noch nichts

René Rödiger, 16. September 2015, 08:03 Uhr
Mit Plattformen wie Lastminute.ch oder Bravofly.com schreibt das Internetreisebüro Lastminute.com mit Sitz im Tessin derzeit noch rote Zahlen.
Mit Plattformen wie Lastminute.ch oder Bravofly.com schreibt das Internetreisebüro Lastminute.com mit Sitz im Tessin derzeit noch rote Zahlen.
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Das Internetreisebüro Lastminute.com operiert weiter in den roten Zahlen. In der ersten Jahreshälfte hat das bis vor kurzem unter Bravofly Rumbo firmierende Unternehmen aber sein Geschäftsvolumen markant ausweiten können. Die über die verschiedenen Internetplattformen von Lastminute.

com vermittelten Reisearrangements hatten einen Wert von 1,188 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von knapp 85 Prozent, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Nicht im selben Ausmass gesteigert werden konnte der Umsatz.

Dieser weitete sich um rund 70 Prozent auf 123,1 Millionen Franken aus. Zurückzuführen ist das Wachstum hauptsächlich darauf, dass die einstige Bravofly Rumbo Lastminute.com akquirierte. Aber auch mit den bisherigen Verkaufsplattformen - darunter Bravofly, Volagratis und Jetcost - konnte Lastminute.com wachsen. Das organische Wachstum beziffert das Unternehmen auf 25 Prozent (Brutto-Reisevolumen) respektive 22 Prozent (Umsatz).

Während sich die Übernahme von Lastminute.com per 1. März beim Wachstum bezahlt gemacht hat, hat die Profitabilität stark gelitten. Operativ wurde ein Verlust von 3,6 Millionen Franken verzeichnet (EBIT), unter dem Strich betrug der Verlust 4,3 Millionen Franken. In der ersten Jahreshälfte des Vorjahres hatte Bravofly Rumbo noch schwarze Zahlen geschrieben.

In den kommenden Monaten wird sich an den roten Zahlen indes auch nichts ändern: Da man derzeit die Anstrengungen auf die Zusammenführung von Lastminute.com und der einstigen Bravofly Rumbo lege, müssten Abstriche beim Volumen- und Profitabilitätswachstum gemacht werden, heisst es sinngemäss im Communiqué. Derzeit ist das Unternehmen unter anderem daran, seinen Personalbestand in Grossbritannien zu reduzieren.

René Rödiger
Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. September 2015 07:53
aktualisiert: 16. September 2015 08:03