Mehr Arbeitslose in der Ostschweiz

René Rödiger, 8. September 2015, 09:55 Uhr
Ein arbeitsloser Mann auf dem Weg zum RAV.
Ein arbeitsloser Mann auf dem Weg zum RAV.
© Keystone/Gaetan Bally
In den Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Thurgau und Glarus ist die Arbeitslosenquote im August im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Sie liegt aber immer noch überall deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 3,2 Prozent.

Im Kanton St. Gallen stieg die Arbeitslosenquote vom Juli bis zum August von 2,3 auf 2,4 Prozent. Die Zunahme betrifft vor allem die Gruppe der 15- bis 24-jährigen Stellensuchenden. Sie hätten sich, wie in dieser Jahreszeit üblich, vermehrt bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet, teilte die St. Galler Staatskanzlei am Dienstag mit.

Bis Ende August hatten im Kanton St. Gallen rund 50 Betriebe mit 1300 Mitarbeitenden einen Antrag für Kurzarbeit im September gestellt. Dies bedeutet im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um 500 Arbeitnehmer. Die Mehrzahl dieser Unternehmen führe die Frankenstärke als Grund an, heisst es.

St. Gallen und Thurgau im Gleichschritt

Auch im Kanton Thurgau ist die Arbeitslosenquote im August im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen. Sie liegt nun ebenfalls bei 2,4 Prozent. Die Erhöhung betraf in erster Linie Personen, die eine Fachfunktion ausgeübt hatten.

In Graubünden hat sich die Arbeitslosenquote von 1,3 Prozent nicht verändert. Konkret sind dort 40 Personen weniger angemeldet. Am meisten Arbeitslose werden im Gastgewerbe gezählt. Im August hatten zudem sieben Betriebe Kurzarbeit gemeldet - zwei weniger als im Vormonat. Von der Massnahme sind 120 Mitarbeiter betroffen.

Leichter Anstieg auch in Glarus

In den Kantonen Appenzell Ausser- sowie Innerrhoden blieben die Arbeitslosenquoten im August unverändert. Ausserrhoden weist weiterhin 1,9 Prozent aus, Innerrhoden 1,1 Prozent.

Im Kanton Glarus wurden hingegen im letzten Monat mehr Arbeitslose gezählt. Die Quote erhöhte sich wie in den Kantonen St. Gallen und Thurgau um 0,1 Prozent und liegt neu bei 2,0 Prozent.

René Rödiger
Quelle: sda
veröffentlicht: 8. September 2015 09:55
aktualisiert: 8. September 2015 09:55