Merkel und Abe wollen Freihandel ausbauen

4. Februar 2019, 11:37 Uhr
Haben die gleiche Marschrichtung: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der japanische Premierminister Shinzo Abe.
Haben die gleiche Marschrichtung: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der japanische Premierminister Shinzo Abe.
© KEYSTONE/EPA AFP POOL/TOSHIFUMI KITAMURA / POOL
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist in Tokio von Ministerpräsident Shinzo Abe mit militärischen Ehren zu einem zweitägigen Besuch in Japan empfangen worden.

Bei ihrem anschliessenden Gespräch kündigten die beiden Politiker einen Ausbau des gemeinsamen Engagements für internationalen Freihandel und Multilateralismus an Japan trete mit Deutschland für eine regelbasierte Ordnung ein, man arbeite eng in dieser Frage zusammen, sagte Merkel.

Beide Seiten lobten das am Freitag in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan in diesem Zusammenhang als wegweisend. Merkel sagte, das Abkommen sei «in dieser Zeit eine wichtige Mitteilung an die Welt. Wir schätzen das sehr und wollen das auch mit Leben erfüllen».

Abe sagte, der Protektionismus greife weltweit um sich, Grossbritannien steuere auf den Austritt aus der EU zu. «Deutschlands Rolle wächst immer weiter in der Welt», sagte er. Der Besuch kurz nach dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens sende «eine kraftvolle Botschaft für die Stärkung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und für das Vorantreiben des Freihandels».

Die Kanzlerin bot eine Zusammenarbeit bei der japanischen Agenda für den G20-Gipfel Ende Juni in Osaka an. Japan nehme Fragen der Gesellschaft 5.0 auf und beschäftige sich mit Datensicherheit und -ethik. «Das sind Themen, die uns auch umtreiben.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. Februar 2019 11:25
aktualisiert: 4. Februar 2019 11:37