Nein zu Initiativen ist Nein

24. September 2018, 06:50 Uhr
Das Schweizer Stimmvolk sprach sich am Sonntag an der Urne deutlich gegen zwei Agrar-Initiativen aus. (Symbolbild)
Das Schweizer Stimmvolk sprach sich am Sonntag an der Urne deutlich gegen zwei Agrar-Initiativen aus. (Symbolbild)
© KEYSTONE/MARCEL BIERI
Das Volk hat die beiden Agrar-Initiativen am Sonntag deutlich verworfen. Die Kommentatoren der Presse sehen darin ein Votum gegen staatliche Richtlinien zum Essverhalten. Westschweizer Zeitungen warnen vor einer voreiligen Öffnung des Landwirtschaftsmarkts.

«Blick»:

«Es ist ein Nein zur Bevormundung. Wer Wert darauf legt, dass sein Essen fair und nachhaltig produziert wurde, hat alle Möglichkeiten dazu. Und trotz höherer Kosten setzen ja viele auf regionale Bioprodukte. Gut für die Umwelt und die Schweizer Bauern. Aber allen vorschreiben zu wollen, was auf den Teller kommt - das geht zu weit.»

«Tages-Anzeiger»:

«Der Stimmbürger kann als Konsument täglich entscheiden, welche Art Nahrungsmittel er bevorzugt. Diesen Entscheid pro oder contra Bio fällt er lieber individuell vor dem Ladenregal, als dass er ihn per Verfassungstext allgemeinverbindlich erklärt.»

«Watson.ch»:

«Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie. Trotz anfänglich grosser Sympathie sind die beiden Agrar-Initiativen klar gescheitert. Wenn wir wirklich eine 'bessere' Landwirtschaft wollen, müssen wir unser Konsumverhalten überdenken, im Laden und in der Beiz.»

«Neue Zürcher Zeitung»:

 

«Nordwestschweiz»/«Luzerner Zeitung»/«St. Galler Tagblatt»:

 

«Berner Zeitung»:

«Genau vor einem Jahr hatten Schweizerinnen und Schweizer deutlich Ja gesagt zum Ernährungssicherheits-Artikel. Der Schutz von Kulturland und die bewusste, auch finanzielle, Förderung von nachhaltiger Produktion in der Landwirtschaft ist seither in der Bundesverfassung verankert. Die Initianten der beiden aktuellen Agrar-Initiativen blieben im lauen Abstimmungskampf den Nachweis schuldig, dass es darüber hinaus noch weitere Regeln für die Landwirtschaft und für den Import für Landwirtschaftsprodukten braucht.»

«Le Temps»:

 

«24 heures»/«Tribune de Genève»:

 

Quelle: SDA
veröffentlicht: 24. September 2018 03:40
aktualisiert: 24. September 2018 06:50