Ostschweiz bei Grenzgängern weiter beliebt

2. Mai 2017, 11:33 Uhr
Die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich nahm ab.
Die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich nahm ab.
Die Zahl der ausländischen Grenzgänger ist im ersten Quartal 2017 so wenig gewachsen wie seit Jahren nicht mehr. Trotzdem steigt die Zahl der Grenzgänger weiter an, so auch in St.Gallen und im Thurgau.

Die Schweiz zählte Ende März dieses Jahres insgesamt 317'800 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, 2,8 Prozent mehr als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Das ist die geringste jährliche Zunahme seit dem vierten Quartal 2009, wie die am Dienstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Zahlen zeigen.

Rückgang im Genferseeraum

Im Genferseeraum, wo mehr als ein Drittel aller Grenzgänger der Schweiz beschäftigt sind, betrug das Wachstum ebenfalls 2,8 Prozent. Letztes Jahr hatte dort das Plus im ersten Quartal noch 7 Prozent überstiegen. Entsprechend gering war in den ersten drei Monaten 2017 die Zunahme bei den Grenzgängern aus Frankreich.

Die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich nahm ab.
Die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich nahm ab.

Im Vergleich zum Vorquartal ging die Zahl der französischen Tagesaufenthalter sogar leicht zurück, nämlich um 0,8 Prozent auf noch 173'500 Personen. Einen derartigen Rückgang hatte es letztmals im Krisenjahr 2009 gegeben.

Rückgang in gewissen Kantonen im FM1-Land

Im Vergleich zum Vorquartal ging die Zahl der Grenzgänger auch in Appenzell Ausserrhoden und in Graubünden zurück. In Innerrhoden stieg sie zwar an - im Vergleich zum ersten Quartal 2016 gibt es aber weniger Tagesaufenthalter. In St.Gallen stiegt die Zahl der Grenzgänger weiter an - genau so auch im Thurgau.

Deutlich mehr Grenzgänger im Tessin

Die Nordwestschweiz, mit einem Anteil von knapp einem Viertel die zweitgrösste Grenzgängerregion, registrierte im ersten Quartal noch 1,9 Prozent mehr ausländische Arbeitspendler als ein Jahr zuvor. Im Tessin stieg die Zahl der «Frontalieri» entgegen dem nationalen Trend mit 3,6 Prozent stärker als im Vorquartal.

Quelle: SDA/red
veröffentlicht: 2. Mai 2017 11:07
aktualisiert: 2. Mai 2017 11:33