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Ostschweizer prangert Preise an

Christine König, 2. Oktober 2015, 08:01 Uhr
Mit preispranger.ch hat Marcel Dobler eine Plattform für Preisvergleiche und gegen überteuerte Importprodukte lanciert. Das Thema treffe den Zeitgeist, sagt der Rapperswiler Unternehmer. Mit seiner Kandidatur für den Nationalrat habe der Zeitpunkt der Veröffentlichung nichts zu tun.
Preispranger.ch vergleicht Schweizer und ausländische Preise von bestimmten Produkten.
© pd

Mit dem „Preispranger“ unterstütze er die parlamentarische Initiative des Ausserrhoder Ständerats Hans Altherr, die sich mit demselben Ziel für faire Importpreise einsetzt, sagt Marcel Dobler. Die Online-Plattform treffe den Zeitgeist. „Täglich erhalten wir dutzende Vorschläge für Produkte, die in der Schweiz überteuert angeboten werden“, sagt Marcel Dobler.

Keine Eintagsfliege

Unternehmer und Nationalratskandidat Marcel Dobler hat den Online-Preisvergleich lanciert.
© pd

Marcel Dobler tritt am 18. Oktober als Nationalratskandidat für die FDP des Kantons St.Gallen an. Seine Kandidatur habe nichts mit dem Zeitpunkt der Lancierung der Website zu tun. Natürlich habe er auf mediales Interesse gehofft, sagte er auf Anfrage von FM1Today. «Aber der Preispranger ist keine Eintagsfliege. Ich werde mich dem Thema auch nach den Wahlen widmen.» Überdies setze er sich als Unternehmer - er war Gründer und CEO von digitec - schon seit vielen Jahren für faire Importpreise ein.

Acht Produkte im Vergleich

Auf www.preispranger.ch und www.facebook.com/preispranger kann sich jedermann beteiligen und Produkte vorschlagen, die im Ausland billiger angeboten werden als in der Schweiz. Die Redaktion hat bislang Vergleichszahlen für acht Produkte aufgeschaltet. Jede Woche werden zwei neue Produkte vorgestellt, die hierzulande überteuert auf dem Markt sind.

Im Unterschied zum „Preisbarometer“ der Stiftung für Konsumentenschutz stellt der „Preispranger“ einzelnen Produkte vor und nicht einen Durchschnittspreis über eine Produktekategorie. „Da es sich bei den Importpreisen um ein Hersteller- und nicht um ein pauschales Kategorienproblem handelt, ist die Berechnung eines Mittelwertes irreführend“, sagt Marcel Dobler. Zudem sind die Produkte auf dem „Preispranger“ Mehrwertsteuer-bereinigt. „Ohne diese Bereinigung kann der Preisunterscheid allein zwischen Deutschland und der Schweiz bis zu 11 Prozent betragen“, sagt Dobler. (pd/red)

 

Christine König
veröffentlicht: 1. Oktober 2015 16:09
aktualisiert: 2. Oktober 2015 08:01