Portugal steht wieder besser da

16. September 2017, 07:28 Uhr
Aufatmen in Portugal: Die amerikanische Ratingagentur S&P stuft die Finanzlage des Landes nicht mehr auf Ramsch-Niveau ein. (Archivbild Lissabon)
© KEYSTONE/AP/ARMANDO FRANCA
Die US-Ratingagentur S&P hat das einstige Krisenland Portugal wieder ein verlässlicher Kreditnehmer eingestuft. Standard & Poor's hob das Rating des Landes am Freitag um eine Stufe von BB+ auf BBB-.

Damit haben Portugals Staatsanleihen den sogenannten Ramschbereich verlassen, in dem ein Investment als extrem spekulativ gilt. Der Ausblick für die Situation ist zudem stabil. Damit erwartet S&P auch auf absehbare Zeit keine Änderung bei der Finanzlage.

Die Ratingagentur begründete ihre Entscheidung zu der verbesserten Kreditwürdigkeit Portugals in erster Linie mit einem höheren erwarteten Wirtschaftswachstum, welches S&P für die Jahre 2017 bis 2020 im Schnitt bei gut 2 Prozent sieht - statt wie bisher bei 1,5 Prozent. Auch seien Fortschritte im Staatshaushalt sichtbar. Die Risiken bei der Finanzierung nähmen obendrein ab.

Portugal war einer der europäischen Staaten, der am schwersten unter den Folgen der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten hatte. Mit internationaler Hilfe sowie zahlreichen Reformen entspannte sich die Finanzlage des Landes allerdings immer mehr.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. September 2017 01:18
aktualisiert: 16. September 2017 07:28