Schweizer Jobmotor brummt weiter

20. August 2019, 09:41 Uhr
Der Schweizer Wirtschaft hat trotz negativer Konjunktursignale auch im zweiten Quartal wieder mehr neue Jobs geschaffen. (Archiv)
Der Schweizer Wirtschaft hat trotz negativer Konjunktursignale auch im zweiten Quartal wieder mehr neue Jobs geschaffen. (Archiv)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Schweizer Arbeitsmarkt ist trotz negativer Konjunktursignale in guter Verfassung. So nahm die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,1 Prozent auf 5,1 Millionen zu.

Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg im Jahresvergleich um 2,7 Prozent, während jene der schweizerischen Erwerbstätigen um 0,3 Prozent zunahm. Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag im Rahmen der Publikation der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) mit.

Rückläufig war in der Folge der Anteil der Erwerbslosen an der gesamten Erwerbsbevölkerung. Er lag bei 4,2 Prozent, nachdem im Startquartal noch eine Quote von 4,9 Prozent ausgewiesen worden war. Saisonbereinigt nahm die Erwerbslosenquote gegenüber dem Vorquartal aber nur um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent ab.

Im Berichtsquartal waren in der Schweiz gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) konkret 205'000 Personen erwerbslos, dies waren rund 21'000 weniger als ein Jahr zuvor und 38'000 weniger als im Startquartal 2019.

Die Erwerbslosenquote ist bekanntlich deutlich höher als die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechnete Arbeitslosenquote, bei der nur die gemeldeten Arbeitslosen einbezogen werden. Diese lag zuletzt (Juli) bei 2,1 Prozent.

Als Erwerbslose gelten gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben und die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar sind. Die Zahl wird durch Umfragen ermittelt.

Der Vorteil der Erwerbslosenquote ist, dass diese international besser vergleichbar ist. Mit dem aktuellen Wert von 4,2 Prozent liegt die Schweiz klar unter dem Wert der EU (6,3%), aber höher als zum Beispiel Deutschland (3,1%), Holland (3,3%) oder Grossbritannien (3,5%).

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. August 2019 09:41
aktualisiert: 20. August 2019 09:41