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So viele neue Migros-Filialen wie noch nie

Fabienne Engbers, 9. März 2017, 14:52 Uhr
Die Migros Ostschweiz ist auf Expansionskurs. Die Genossenschaft eröffnete im letzten Jahr so viele Filialen wie noch nie. Mit dem Säntispark und der Eröffnung des Standorts Thal sind ausserdem zwei Grossprojekte abgeschlossen worden. Die Konzernleitung zeigt sich zufrieden, sieht aber auch Risiken für die Zukunft.

«Im Moment ist die Migros Ostschweiz auf Expansionskurs», sagt Geschäftsleiter Peter Diethelm am Donnerstag vor den Medien. Ein Blick in die Geschäftsbücher zeigt, dass die Migros im letzten Jahr rund 194 Millionen Franken investiert hat, das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Ein Grossteil des Gelds floss in die Fertigstellung der Bäderwelt im Säntispark, die im November eröffnet wurde. Mit den ersten Besucherzahlen ist man sehr zufrieden. «Zwischen Weihnachten und Neujahr konnten wir im Säntispark über 50'000 Besucher begrüssen, das ist sehr erfreulich», sagt Peter Diethelm.

Auch der Standort in Thal, wo die Medienkonferenz stattfand, wird gut besucht. Er wurde Ende Oktober eröffnet. Insgesamt hat die Migros im Jahr 2016 zwei «MFIT»-Fitnesszentren, sechs «Chickeria»-Filialen und diverse Supermärkte neu eröffnet und umgebaut. Damit ist die Migros weiterhin im Begriff, stark zu wachsen.

Viele neue Standorte in St.Gallen

Dies zeigt sich auch, wenn man die geplanten Eröffnungen im nächsten Jahr betrachtet. Vor allem in St.Gallen baut die Migros ihr Filialnetz weiter aus. So sollen die Supermärkte in Bruggen und im Spisermarkt eröffnet werden, dazu kommen ein «MFIT» sowie eine weitere «Chickeria» im umgebauten Bahnhofsgebäude.

Schweizweit will die Migros künftig auch Velogeschäfte, sogenannte «Bike Worlds», eröffnen. In der Ostschweiz ist noch keine Eröffnung absehbar, der nächstgelegene Veloshop wird in Winterthur gebaut. Dieser soll am 30. März 2017 öffnen. Schweizweit sind zehn «Bike Worlds» geplant.

Starker Franken setzt Migros unter Druck

Die Konsumentenstimmung sei momentan etwas gedrückt, die Migros stehe unter Druck, hiess es an der Medienkonferenz. Die Migros erwartet für das nächste Jahr weniger Umsatz, vor allem bei den Supermärkten. Schon im letzten Jahr ist der Umsatz der Migros Ostschweiz um 1,5 Prozent zurückgegangen. «Wir und auch unsere Mitbewerber spüren den Währungsdruck. Es nützt aber nichts, wenn wir uns beklagen, wir müssen handeln und versuchen, die Wünsche unserer Kunden zu befriedigen», sagt Peter Diethelm.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 9. März 2017 14:52
aktualisiert: 9. März 2017 14:52