US-Notenbank will Kapitalregeln lockern

11. April 2018, 05:36 Uhr
Die US-Notenbank schlägt für gewisse Banken lockerere Kapitalregeln vor. Die 30 global systemrelevanten Banken müssen den Plänen zufolge aber ihr Kapitalpolster leicht erhöhen. (Symbolbild)
Die US-Notenbank schlägt für gewisse Banken lockerere Kapitalregeln vor. Die 30 global systemrelevanten Banken müssen den Plänen zufolge aber ihr Kapitalpolster leicht erhöhen. (Symbolbild)
© KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN
Rund zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) neue Kapitalregeln vorgeschlagen. Danach sollen einige der grossen Banken ihre Reserven verringern dürfen, wie die Fed am Dienstag mitteilte.

Den grössten Geldhäusern soll eine solche Erleichterung jedoch verwehrt bleiben. Für die Behörden dürfte es nun leichter werden, die Entwicklung der Finanzinstitute zu überwachen, sagte der Fed-Bankenaufseher Randal Quarles. Die Massnahmen seien am effektivsten, wenn sie so einfach und transparent wie möglich strukturiert seien. Die 30 global systemrelevanten Banken müssten vermutlich ihr Kapitalpolster leicht erhöhen.

Banken und andere Interessenvertreter haben nun 60 Tage Zeit, den Vorschlag zu kommentieren, der wahrscheinlich im kommenden Jahr in Kraft tritt. Der neue Kapitalstandard solle als «Stress-Kapital-Puffer» bezeichnet werden und mit der jährlichen Prüfung der Banken (Stresstest) einhergehen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 10. April 2018 23:27
aktualisiert: 11. April 2018 05:36