«Würde entspannt kandidieren»

Rechnet sich gute Chancen aus - der Innerrhoder Landammann Daniel Fässler. Experten sagen aber, Ostschweizer Kandidaten dürften es schwer haben.
Rechnet sich gute Chancen aus - der Innerrhoder Landammann Daniel Fässler. Experten sagen aber, Ostschweizer Kandidaten dürften es schwer haben. © Tagblatt / Hanspeter Schiess
Mit der Kandidatur von Karin Keller-Sutter ist der Ostschweizer Bundesratssitz so gut wie sicher. Offen ist noch, wer Doris Leuthard im Bundesrat beerben wird. Mit dem St.Galler CVP-Regierungsrat Beni Würth und dem Innerrhoder Landamman Daniel Fässler werden auch für diesen Sitz Ostschweizer Kandidaten hoch gehandelt.

Daniel Fässler will sich’s überlegen. Noch vor einem Jahr hätte es sich der Innerhoder Landamann nie vorstellen können, im Bundesrat zu sitzen. Nun scheint er sich mit der Vorstellung die Nachfolge von CVP-Parteikollegin Doris Leuthard anzutreten doch anfreunden zu können. «Als es konkret wurde mit der Frage nach dem CVP-Sitz im Bundesrat, bin ich von vielen Kollegen angefragt wurde. Nun will ich mir es doch etwas genauer überlegen. So ein Möglichkeit bekommt man schliesslich nur einmal», sagt Fässler gegenüber TVO. Eine offizielle Kandidatur will er aber noch nicht bekannt geben.

Wie stehen die Chancen der Ostschweizer Kandidaten im Poker um den CVP-Bundesratssitz?

Wage bleibt auch Benedikt Würth. Der St.Galler Regierungsrat will sich noch nicht in die Karten schauen lassen. «Der Ball liegt bei den Kantonalparteien. Es laufen noch verschiedene Gespräche.» Nächste Woche wolle er seine Entscheidung bekannt geben.

Auch wenn sowohl Fässler als auch Würth gerne als Favoriten bezeichnet werden, der langjährige SRF-Bundeshauskorrespondent Hanspeter Trütsch bezweifelt, dass die beiden Ostschweizer grossen Chancen auf den CVP-Bundesratsitz haben. Da mit der Kandidatur von Karin Keller-Sutter die Frauenfrage im Bundesrat geklärt sei, würden zwar die Chancen für einen männlichen Kandidaten steigen, es gäbe aber starke Konkurrenz aus der Zentralschweiz und Solothurn. «Da haben es die Ostschweizer Kandidaten schwer noch auf das CVP-Ticket zu kommen», erklärt Trütsch.

Daniel Fässler rechnet sich dennoch gute Chancen aus. Er sei zwar nicht ein Politiker, der sich oft in der Öffentlichkeit präsentiere, sei aber sehr gut vernetzt in Bern. «Letztendlich kann man nichts abschätzen, ich gehe aber entspannt in die letzte Überlegungphase, und würde auch entspannt in eine Kandidatur gehen.»

Das letzte Wort hat dann aber die CVP selbst.

(red.)


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