Johnson beschimpft Franzosen als «scheisse»

Sorgt immer wieder für Aufregung: Der britische Ex-Aussenminister Boris Johnson (hier bei einem Auftritt in Exeter).
Sorgt immer wieder für Aufregung: Der britische Ex-Aussenminister Boris Johnson (hier bei einem Auftritt in Exeter). © KEYSTONE/AP PA/ANDREW MATTHEWS
Boris Johnson sorgt wieder einmal für Aufregung: Der britische Ex-Aussenminister hat nach einem Zeitungsbericht die Franzosen wegen ihrer harten Haltung im Brexit-Streit als «scheisse» beschimpft.

Das Filmmaterial mit der Aussage des Favoriten für das Amt des Premierministers sollte eigentlich in einer Dokumentation des britischen Senders BBC gesendet werden, sei dann aber auf Bitten des britischen Aussenministeriums wieder herausgeschnitten worden, berichtete die Zeitung «Daily Mail» am Freitag.

Die Aufnahme stammten demnach aus der Zeit des Brexit-Hardliners im britischen Aussenministerium. Das Ministerium habe sich an die BBC gewandt und unter Verweis auf die möglichen Folgen für die britisch-französischen Beziehungen darum geben, das Material nicht zu senden, berichtete das Blatt.

Die BBC erklärte, das Produktionsteam der Anfang des Jahres ausgestrahlten Dokumentation «Inside the Foreign Office» («Hinter den Türen des Aussenministeriums») habe «entschieden», was es senden wolle, und sei mit dem Resultat «zufrieden».

Johnson äusserte sich zu dem Bericht während einer Wahlkampfveranstaltung im Südwesten Englands am Freitag. Dort sagte der Ex-Aussenminister, er habe «keine Erinnerung» an eine derartige Äusserung.

Johnson gilt als Favorit im Rennen um den Posten des Parteichefs der konservativen Tories und damit für den des Premierministers. Gegen den amtierenden Aussenminister Jeremy Hunt tritt er in einer Urwahl der Tory-Parteibasis an.

(SDA)


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