Zwischenbilanz Lilu

Besucher stürmen das Lichtfestival Luzern

Vanessa Zemp, 11. Januar 2022, 17:00 Uhr
Rund 5000 Besucher haben bereits das Lichtfestival Luzern besucht, die Menschenansammlung vor den Installationen ist teils gross: Der Kanton Luzern sieht aber keinen Handlungsbedarf, denn das Festival gilt nicht als Veranstaltung.
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«Die Leute freuen sich, dass das Lichtfestival Luzern stattfindet», teilte Thomas Fritschi aus der Festivalleitung gegenüber PilatusToday und Tele 1 mit. Das Lichtfestival findet zum dritten Mal statt. Rund 5000 Personen haben in den ersten vier Tagen die Lichtshows in der Hofkirche und im Casineum besucht. Auch die Konzerte kommen bei den Besuchern gut an, so war am Montagabend beispielsweise auch das Konzert von Seven ausverkauft. Er begleitete die Lichtshow der Künstlergruppe Projektil musikalisch. Wie das Konzert von Seven war, siehst du oben im Video.

Besucher zeigen Verständnis

Für alle Indoor-Lichtinstallationen gilt eine 2G-Regelung, also Zutritt für Genesene und Geimpfte sowie Maskentragepflicht. Die Kontrolle sei etwas zeitaufwändig, aber es funktioniere. «Die Besucherinnen und Besucher halten sich gut an die Regeln seitens BAG», sagt Fritschi.

«Es handelt sich nicht um eine Veranstaltung»

Doch das Lilu ist mehr als Lichtshows und Konzerte in der Hofkirche oder im Casineum. In der Stadt Luzern kann man bis zu 21 Lichtinstallationen bestaunen. Wer abends durch die beleuchteten Strassen in der Stadt Luzern schlendert, dem fällt vor allem eines auf: Die zum Teil grossen Menschenansammlungen vor gewissen Lichtinstallationen. Bräuchte es also nicht auch draussen ein Schutzkonzept? «Nein», sagt das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern. «Die Lichtinstallationen am Lilu werden nicht als Veranstaltungen, sondern als «Kunst im freien Raum» qualifiziert.» Die Situation sei vergleichbar mit einem Künstler, welcher in der Stadt Luzern seine Skulpturen aufstellt oder auch der dekorativen Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt Luzern. Aus diesem Grund muss konsequenterweise auf ergänzende Aktivitäten und Rahmenprogramme verzichtet werden.

Das Lilu sei nicht mit der Fasnacht zu vergleichen

Menschenansammlungen im Freien: Das erinnert an die Fasnacht, die eigentlich am 24. Februar 2022 starten sollte. Sollte, aber mit den steigenden Corona-Fallzahlen schwindet die Zuversicht. Doch wie ist es möglich, dass das Lilu bewilligt wird und die Fasnacht nicht?

Auch hierfür hat das Gesundheits- uns Sozialdepartement des Kantons Luzern eine Erklärung: Die Fasnacht ist geprägt von diversen Aktivitäten mit Veranstaltungscharakter. Sowohl Umzüge, Auftritte von Guuggenmusigen als auch Maskenbälle gelten gemäss Verordnung des Bundes als Veranstaltungen und benötigen eine kantonale Bewilligung, sofern es sich um eine Grossveranstaltung (ab 1000 Personen) handelt. «Es wäre reine Spekulation, heute zu beurteilen, was zum Zeitpunkt der Luzerner Fasnacht erlaubt ist und was nicht, respektive wie die gesetzliche Grundlage dann aussieht.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. Januar 2022 15:41
aktualisiert: 11. Januar 2022 17:00
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