Trotz Absage

CVP der Stadt Luzern kämpft weiter für eine Määs

Martina Odermatt, 25. August 2020, 07:49 Uhr
Die Lozärner Määs ist abgehakt – eigentlich. Doch trotz der klaren Antwort der Stadt Luzern versuchen Politiker noch immer, eine Alternative zu finden.
Die CVP der Stadt Luzern kämpft nach wie vor für eine Määs in der Stadt – wenn auch in abgespeckter Form.
© KEYSTONE/URS FLUEELER

«Man muss doch etwas machen können», sagt Karin Stadelmann, Präsidentin der CVP Stadt Luzern im Hinblick auf die Määs, die dieses Jahr nicht stattfindet. «Dann müssen wir halt etwas auf das traditionelle Määs-Feeling verzichten, aber es muss doch möglich sein, den lokalen Schaustellern zu helfen. An der Absage hängen Existenzen!»

Bislang hatte sich die Stadt Luzern gegen eine abgespeckte Määs ausgesprochen – unter anderem, weil genau dieses Määs-Feeling bei einer alternativen Version verloren gehe. Auch als Gesundheitsdirektor Guido Graf letzte Woche Hoffnungen auf eine Durchführung weckte, indem er eine kleinere Määs mit Schutzkonzept als theoretisch möglich betrachtete, änderte die Stadt ihre Meinung nicht.

«Mini-Määs» mit Wochenmarkt-Charakter?

Nun soll es politischer Druck richten: Die CVP der Stadt Luzern fordert den Luzerner Stadtrat in einem Postulat auf, eine kleinere Variante zu prüfen.

«Wir denken etwa an Schausteller mit einem Warenangebot sowie jene mit den traditionellen Süssigkeiten, etwa gebrannten Mandeln. Lieber laufe ich an ein paar Ständen mit einer Maske vorbei, versuche Abstand zu halten, als ganz auf das bunte Määs-Treiben zu verzichten. Wollen wir denn etwa gänzlich auf das soziale Miteinander verzichten?», fragt CVP-Präsidentin Stadelmann.

Die Erfahrung vom Luzerner Wochenmarkt habe gezeigt, dass eine Durchführung durchaus möglich sei. Keine grossen Gruppierungen würden sich ansammeln, die neue Regelung mit separatem Ein- und Ausgang funktioniere auch super, sagt sie. Analog diesem Beispiel soll die Stadt eine Durchführung der «Mini-Määs» prüfen. «Wenn der Bund schon die 1'000er-Grenze fallen lässt, muss doch auch so ein Anlass möglich sein – selbstverständlich mit Schutzkonzept.»

Terminliche Rahmenbedingungen beissen sich mit Entscheiden zur Vorbereitung

Den Schaustellern wäre so wahrscheinlich geholfen. Weiter warten, müssten wohl Betreiber der Fahrgeschäfte. Anfang September weiss der Bund, wie die Aufhebung der 1'000er-Grenze in den Kantonen umgesetzt werden soll. Danach benötigt die Stadt Luzern verbindliche Vorgaben für Bewilligungen. «Die terminlichen Rahmenbedingungen beissen sich also nicht nur mit der Määs, sondern werden auch zu einer Hypothek für die überfälligen Entscheide zur Vorbereitung und Durchführung aller grossen Weihnachtsevents», sagte Mario Lütolf vergangene Woche gegenüber PilatusToday und Tele 1 zum Thema Määs.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. August 2020 07:49
aktualisiert: 25. August 2020 07:49
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