Coronavirus

Nach den Festtagen: So ist die Situation in der Zentralschweiz

Melissa Steuri, 7. Januar 2022, 18:25 Uhr
Die Festtage sind vorüber und die Corona-Zahlen sind in den vergangenen Tagen in die Höhe geschnellt. So auch in der Zentralschweiz. Wir liefern eine Übersicht.
Die Lage in der Zentralschweiz.
© PilatusToday

In allen Zentralschweizer Kantonen sind nach den Festtagen die Corona-Fallzahlen gestiegen. Auffallend sind insbesondere die Tage um den 4. und 5. Januar. An diesen Tagen gab es überall einen Peak. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um die Menschen handelt, die sich an Silvester angesteckt haben.

Im Vergleich zum Rest der Schweiz ist die Zentralschweiz eher stark betroffen. Das zeigen die Zahlen der vergangenen 14 Tagen im kantonalen Vergleich. So zählte Luzern 2170 Fälle pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Weniger Fälle zählte in derselben Zeit beispielsweise der Kanton St.Gallen mit 1662 Fällen pro 100'000 Einwohner. Mit Abstand am stärksten betroffen ist aktuell das Tessin mit über 4600 Corona-Fällen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Wie die Grafik deutlich zeigt, ist in den südlichen Regionen der Schweiz die Situation deutlich schlimmer als in der Zentralschweiz.

Kantonaler Vergleich der Corona-Fällen in den vergangenen 14 Tagen
© www.covid19.admin.ch

Die Festtage haben die Corona-Zahlen in die Höhe schnellen lassen. Im Kanton Luzern beispielsweise sind in der Weihnachtswoche über 3800 neue Fälle dazugekommen. Eine Woche später, also über Silvester, gab es einen Anstieg von insgesamt 5200 Fällen. Das ist eine Zunahme von gut einem Drittel.

Die gleiche Entwicklung gab es auch im Kanton Obwalden. In den Kantonen Schwyz und Nidwalden sind die Zahlen in den vergangenen 14 Tagen sogar um über 50 Prozent gestiegen.

Die Kantone Zug und Uri hatten von den Festtagen bis jetzt beinahe eine Verdoppelung der Corona-Zahlen. Der Grund für den starken Anstieg sind allerdings nicht nur die Feierlichkeiten, an denen wohl viele etwas unvorsichtiger waren. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist laut dem Bundesamt für Gesundheit ansteckender und hat die täglichen Fälle in die Höhe schnellen lassen.

Corona-Ausbrüche an Luzerner und Zuger Silvesterpartys

In Luzern und Zug haben auch Silvesterpartys ihren Teil dazu beigetragen. Es ist an verschiedenen Partys zu Ansteckungen gekommen, schreibt «Zentralplus». In Luzern gab es im Bourbaki eine Party, an der sich mehrere Menschen infizierten. Wie viele betroffen sind, ist jedoch unklar. Auch an der Eröffnungsfeier des «Elefant» in Baar an Silvester gab es laut dem Onlineportal offenbar Ansteckungen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Januar 2022 18:23
aktualisiert: 7. Januar 2022 18:25
Anzeige