Übersicht Zentralschweiz

Der beschwerliche Weg in Richtung Lockerungs-Freipass

17. Dezember 2020, 14:07 Uhr
Während in den meisten Zentralschweizer Kantonen der R-Wert sowie die 7-Tages-Inzidenz viel zu hoch sind, hat der Kanton Zug derzeit die besten Chancen, es bald den Obwaldnern gleich tun zu dürfen und die Restaurant-Sperrstunde zu erweitern.
Abgesehen vom Kanton Obwalden müssen zurzeit schweizweit alle Bars und Restaurants um 19 Uhr dicht machen.
© Keystone

Zurzeit braucht es nicht mehr viel, damit der Kanton Zug die vom Bundesrat auferlegten Kriterien für eine Sperrstunden-Erweiterung erfüllt. Der R-Wert schwankt allerdings schon seit Wochen um den entscheidenden Wert 1 herum. Damit die Restaurants abends länger geöffnet haben dürfen, müsste er mindestens eine Woche lang darunter liegen.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick, wo die Kantone zurzeit stehen im Rennen um den begehrten Massnahmen-Freipass:

Ein kritischer Punkt im Kanton Zug ist jedoch die Spital-Überlastung. Wie aus einem Bericht von «Watson» hervorgeht, ist das Gesundheitssystem dort am Limit.

Wie die Zuger Kantonsregierung schon vergangene Woche bekannt gab, zieht sie ohnehin erst frühestens ab dem 4. Januar eine Lockerung in Betracht. Dies einerseits wegen der noch immer angespannten Lage, aber auch zwecks Planungssicherheit für die Betriebe.

Weniger eine Wahl haben (abgesehen von Obwalden) die restlichen Kantone der Zentralschweiz. Die Kantone Schwyz und Luzern verzeichnen derzeit nach Glarus und Appenzell Innerrhoden die höchsten R-Werte der Schweiz. Auch bei den Fallzahlen spielt vor allem Schwyz ganz vorne mit. Dennoch zögert der Kanton mit weitergehenden Massnahmen. Ob sie alle den grossen Knall von Bundesbern abwarten?

So steht es derzeit um die Fallzahlen in der Schweiz:

Die Zahlen stammen von den Kantonen und können von denjenigen des Bundes abweichen.

(imü/kiv)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Dezember 2020 16:45
aktualisiert: 17. Dezember 2020 16:45
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