Diese Pornos schaut das FM1-Land

Von Sandro Zulian
Der Porno-Anbieter Pornhub hat für FM1Today die Schweiz analysiert.
Der Porno-Anbieter Pornhub hat für FM1Today die Schweiz analysiert. © iStock/YouraPechkin
Pornhub, einer der grössten Anbieter von erotischen Filmen im Internet, hat für FM1Today die Schweiz analysiert. Die Vorlieben der Schweizerinnen und Schweizer gehen dabei weit auseinander und in den Ostschweizer Kantonen offenbaren sich spezielle Vorlieben.

Die Pornoseite Pornhub hat bereits verschiedene europäische Länder von Grund auf analysiert. So haben die Statistiker des Pornoanbieters bereits Rumänien, Belgien oder Griechenland (NSFW) genauer unter die Lupe genommen. Auf Anfrage von FM1Today lüftet der Internetgigant auch das Geheimnis um die Schweiz – und kommt zu interessanten Einblicken in die Welt des Schweizer Pornokonsums (Die ganze Analyse findest du hier).

German, French und andere Schweinereien

Im Gegensatz zum Rest der Welt zeigt sich, dass in der Schweiz die sprachliche Diversität durchaus einen Einfluss auf die Porno-Vorlieben der Schweizerinnen und Schweizer zu haben scheint. Fast 300 Prozent mehr wird in der Schweiz nach «German», also deutsch, gesucht. Ebenso wird in den Kantonen der französischen Schweiz eher nach «French» (französisch) gesucht. Warum «Pissing» (urinieren) in der Schweiz mit fast 100 Prozent mehr Suchvorgängen dermassen beliebt zu sein scheint, bleibt auch uns verborgen.

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Gleichermassen scheinen die Schweizer Pornokonsumentinnen und -konsumenten eine gewisse Vorliebe für «härtere Gangarten» zu haben. «Bondage» (Fesselspiele), «Fetisch» oder «Fisting» geniessen mehr Beliebtheit im Vergleich zum Rest der Welt. Auch scheinen die Eidgenossinnen «Handjobs» und Orgien nicht abgeneigt.

Die Ausserrhoder lieben Rauch-Pornos

Pornhub hat für FM1Today aber auch die einzelnen Kantone analysiert. Spezielles Augenmerk galt dabei den Ostschweizer Kantonen und Graubünden. Hier zeigen sich ausgeprägte Unterschiede bei den Suchbegriffen im Gegensatz zur Gesamtschweiz. Spezieller Ausreisser ist dabei der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Dort scheinen die Konsumenten vor allem auf Pornos zu stehen, in denen die Darsteller rauchen. Ferner sind die Ausserrhoder auch Filmchen mit Toys (Spielzeug) zugeneigt und stehen sehr auf Frauen mit kleinen Brüsten.

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Striptease macht Innerrhoder an

Ein ähnliches Bild bietet sich im anderen Appenzeller Halbkanton. Die Innerrhoder wissen einen guten Striptease zu schätzen. Wenn ein Darsteller oder eine Darstellerin im Clip dann auch noch raucht, kann man davon ausgehen, dass die Konsumenten aus dem Alpsteingebiet zufrieden, wenn nicht sogar glücklich, sind. Weiter finden die Innerrhoder Euro (Pornos aus dem europäischen Raum), tätowierte Frauen, Analsex und Italiener (-innen) interessant und suchen dementsprechend mehr danach.

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St.Galler stehen auf Russen

Interessante Einblicke gibt es auch aus dem Kanton St.Gallen: Dort wird klar, dass die Nähe zu Deutschland einen grossen Einfluss auf die Pornosuche hat. «German» wird gegenüber dem Schweizer Durchschnitt in St.Gallen 41 Prozent öfter gesucht. Gleich viel Prozent bekommt «Vintage». Damit ist wohl die Goldene Ära der Pornografie gemeint (ca. 1969-1984). Auffällig ist auch der dritte Platz der meistgesuchten Stichwörter im Kanton St.Gallen. Offensichtlich stehen die St.Gallerinnen und St.Galler auf Russinnen und Russen.

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Thurgauer mögen mollige Frauen

Der Kanton Thurgau reiht sich ebenfalls in punkto Grenznähe mit dem Kanton St.Gallen ein. «German» ist der meistgesuchte Begriff im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt. Auf dem zweiten Platz findet sich «BBW» wieder. Gemeint sind «Big Beautiful Women» (Schöne, dicke Frauen). Ein Begriff, der erstmals in den späten 70-er Jahren aufgetaucht ist. Die Vorliebe für mollige Frauen ist allerdings schon Jahrhunderte alt. Hinter dem drittplatzierten Suchbegriff «Old/Young» versteckt sich eine sexuelle Szene, in der ein Darsteller oder eine Darstellerin jung, der oder die andere Darsteller/-in alt ist.

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Graubünden fällt aus der Rolle

Merkliche Unterschiede sieht man beim Kanton Graubünden. Meistgesuchter Begriff ist «Small Tits» (kleine Brüste). Auf den zweiten Platz fällt «Bisexual» (bisexuell), der dritte Platz geht an Brünetten. Doch auch bei den Graubündner Pornonutzern zeichnen sich Vorlieben aller Couleur ab. So wird öfter auch nach «Czech» (tschechisch) oder nach Füssen gesucht. Auffällig: «Cuckold» schafft es eben noch in die Top 10. In der Bondage-Dominanz-Submissions-Sadomasochismus-Szene (BDSM) beschreibt man mit «Cuckold» einen Mann, der in einer festen Beziehung durch den intimen Kontakt seiner Partnerin mit anderen Männern sexuell stimuliert wird.

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Schweizer schauen zehn Minuten

Pornhub hat für FM1Today verschiedene Aspekte des Pornokonsums in der Schweiz ausgeleuchtet. So bleibt der durchschnittliche Zuschauer oder die durchschnittliche Zuschauerin zehn Minuten und acht Sekunden auf der Seite. Absoluter Spitzenreiter sind dabei die Nutzer aus dem Kanton Glarus. Sie mögen ganze 24 Sekunden länger. Die beiden Appenzell sind dagegen hinter dem Schweizer Durchschnitt. St.Gallen, Thurgau und Graubünden finden sich im oberen Mittelfeld. Absolute «Porno-Muffel» sind die Zuger.

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Schweizer sind Handy-Porno-Schauer

Ähnlich dem weltweiten Trend schauen auch Schweizerinnen und Schweizer ihre Filmchen vornehmlich auf dem Handy an. Diesen 56 Prozent gegenüber stehen 30 Prozent Desktop-Nutzer und 13 Prozent Tablet-Nutzer. Doch damit hinkt die Schweiz im internationalen Vergleich nach. Weltweit benutzen 80 Prozent der Nutzer entweder ein Handy oder ein Tablet.

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Durchschnittlicher Nutzer ist 37 und männlich

Fast ein Viertel aller Pornhub-Besuche in der Schweiz werden von Frauen ausgeführt. Den Grossteil der Besuche stellen aber noch immer Männer mit 76 Prozent. Der Otto-Normal-Verbraucher auf Pornhub ist im Durchschnitt 37 Jahre alt. Jüngere Generationen zwischen 18 und 34 stellen mit 53 Prozent die Mehrheit aller Besucher.

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Weitere Grafiken findest du in der Bildergalerie.


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